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bis zu ſeinem Tode 1909; Mitglied der II. Kammer ſeit 1901, der IJ. Kammer ſeit 1905. Mornewegſtraße(vorher Grieshei⸗ mer Weg) und Mornewegplatz ſeit 1918; Mornewegſchule, ⸗Eiche, Bild im Sitzungsſaal des Stadthauſes.
Das derzeitige Stadtoberhaupt ehrt die Glaeſſingeiche in der Nähe des Glasbergs.
Wittmannſtraße:„Zum ehrenden Andenken des frühe⸗ ren braven Bürgermeiſters“ von Beſſungen wurde die Straße 1872 ſo genannt. W.*1805, im Dienſte 1843— 1862, wo er am 12. Juni ſtarb.
Riedlingerſtraße: Baumeiſter Ludwig Viedlinger, geb. 1831, 1879 zum Beigeordneten gewählt, ſcheidet 1903 mit Ablauf ſeiner Dienſtzeit aus ſeinem Amt und wird bei dieſem Anlaß zum Ehrenbeigeordneten ernannt; † 1911. Straße ſeit 1905. Viedlingereiche.
Hicklerſtraße(1923): Kommerzienrat Guſtav Hickler(1818 bis 1889) war Stadtverordneter ſeit 1873 und Beigeordneter und Standesbeamter von 1878—1883.
Schwanenſtraße(1867, vorher Kleine Schwanen⸗ gaſſe): Nach den„Darmſtädter Hiſtoriſchen Kleinigkeiten“, S. 36 iſt ſie nach dem fürſtlichen Hofgärtner Schwän genannt, der dort wohnte, und müßte eigentlich Schwänſtraße heißen.
Riedeſelſtraße: Einige Glieder der Familie Viedeſel, eines der älteſten heſſiſchen Adelsgeſchlechter, pachteten 1786 einen Teil des„Beſſunger Hofgutes“, das zwiſchen Wilhelm⸗, Hügel⸗, Wilhelminen⸗ und Saalbauſtraße lag. Aus öden, unfruchtbaren Sandſtellen war ein herrlicher Beſitz geſchaffen worden, von dem noch Neſte in den Gärten der dortigen Gegend enthalten ſind. In dem Garten ſteht jetzt ein ganzes Stadtviertel, eine der Straßen, die mitten hindurchführt, erhielt 1857 den Namen Viedeſelſtraße. Die Höhe, wo jetzt die Katholiſche Kirche ſich erhebt, nannte man früher den Riedeſelsberg.
Grafenſtraße(1860, ein Teil der Straße hieß z. B. 1821 Spitalſtraße, ſpäter auch Hoſpitalſtraße): Nach den „Darmſtädter Hiſtoriſchen Kleinigkeiten“, S. 34 iſt ſie nach dem Maurermeiſter Georg Graf genannt, der einen Teil der dort ſtehenden Häuſer gebaut hat.
Barkhausſtraße(1918, vorher Neue Freneſtraße): Karl Ludwig Freiherr von Barkhaus⸗Wieſenhütten war Beſitzer des ſchönen und umfangreichen Grundbeſitzes um den Karlshof, deſſen ſeit einiger Zeit eingegangene Wirtſchaft allen alten Darm⸗ ſtädtern noch als Ausflugsplatz und Kaffeeſtation in angenehmer Erinnerung iſt. Durch das zum Karlshof einſt gehörende Gebiet führt die genannte Straße, die mithin die Erinnerung an den ein⸗ ſtigen Beſitzer aufrecht erhält, deſſen Güter nach dem im Jahre 1822 aufgeſtellten Teſtament im Erbgang jetzt den Freiherren von Oettinger gehören.


