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rung in Kaſſel war ein beſonderes Beglückwünſchungsſchreiben an den Zeichenlehrer Storck einge⸗ gangen, in welchem nicht allein die gewiſſenhafte Berufsthätigkeit des verdienten Mannes, ſondern auch die treue Erfüllung ſchöner Pflichten in ſeinem übrigen Leben mit warmen Worten Anerkennung fand und ihm zugleich als Zeugniß der Anerkennung ſeiner Verdienſte und ſeiner Würdigkeit eine Ehrengabe von 100 Thalern verliehen wurde. Auch von höchſter Stelle fehlten die Zeichen huld⸗ voller Gnade nicht: Seine Majeſtät der König hatte geruht, dem Direktor des Gymnaſiums den Königlichen Kronenorden IV. Klaſſe, und dem ZL. Storck denſelben Orden mit der Zahl 50 zu ver⸗ leihen, deren Inſignien am Tage der Jubiläumsfeier übergeben wurden.— Schon am Abend vor dem 31. Oktober hatten die Geſangvereine der hieſigen Stadt dem ZL. Storck ein Ständchen ge⸗ bracht; am Morgen des Feſttages ſelbſt begrüßten ihn die Gymnaſialſchüler in ſeiner Wohnung mit vierſtimmigen Geſängen. Dann brachten ihm ihre Glückwünſche dar die Lehrer des Gymnaſiums und mit ihnen zugleich Herr Landrath Kröger und Herr Dr. Garthe aus Köln, der vor 50 Jah⸗ ren mit dem Jubilar unter den erſten Lehrern des Gymnaſiums geweſen war und mit ihm zuſam⸗ men an der Eröffnung und Begründung der Anſtalt Antheil genommen hatte. Der hieſige Stadt⸗ rath ehrte den Jubilar durch Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Rinteln, deſſen Diplom der Herr Bürgermeiſter mit ehrender Anſprache überreichte. Außerdem gab ſich die allgemeine Liebe und Hochachtung, deren ſich der Jubilar zu erfreuen hat, in zahlreichen Feſtgaben kund, die ihm von Nah und Fern, von gegenwärtigen und früheren Collegen, Schülern und Freunden dargebracht wurden.— Um 11 Uhr begann die Schulfeier in dem großen Auditorium des Gymnaſiums, das ſo viel es die Jahreszeit geſtattete, mit Blumen und Laubgewindeu ausgeſchmückt war. Zuerſt be⸗ grüßte hier der Direktor die Jubelgäſte, welche ſich zur Theilnahme an der Feier eingefunden hatten und verkündete dann die ſchon erwähnten Beweiſe Königlicher Huld und die Bezeigungen wohlwol⸗ lender Theilnahme der hohen vorgeſetzten Behörden, ſowie die übrigen Kundgebungen freundlicher und anhänglicher Geſinnung, welche von ſolchen eingegangen waren, die, perſönlich zu erſcheinen verhin⸗ dert, ihre geiſtige Mitfeier bezeugt hatten. Das Gymuaſium zu Kaſſel hatte durch eine lateiniſche Gratulationsſchrift, das zu Marburg durch eine deutſche Feſtode, das zu Hanau durch eine lateiniſche Votivtafel, das zu Hersfeld durch ein beſonderes Schreiben ſeinen Glückwünſchen Ausdruck gegeben. Herr Superintendent Berger in Nenndorf hatte in ſeinem Namen und im Namen der Geiſtlichen der Diöceſe Rinteln, von welchen die meiſten anf unſerem Gymnaſium ihre Vorbildung für die Univerſität empfangen haben, in einer Zuſchrift ſeine Segenswünſche für deſſen Gedeihen ausgeſpro— chen. Herr Dr. Franke, Rektor der Landesſchule zu St. Afra bei Meißen, hatte durch eine Ab⸗ handlung lectionum Aeschinearum part. II bewieſen, daß er der hieſigen Anſtalt, die ihn einſt unter ihre Lehrer zählen durfte, ein treues Andenken bewahrt hat. Aus Koburg waren von dem Direktor des Gymnaſiums, Herrn Dr. Weismann im Namen jener Anſtalt, und eben daher von Herrn Generalſuperintendenten und Ober⸗Conſiſtorialrath Dr. Meyer beglückwünſchende Zuſchriften eingegangen. Herr Pfarrer Schmeißer in Hattendorf hatte durch eine lateiniſches Feſtgedicht nicht blos ſeine Dantbarkeit gegen die Stätte ſeiner Jugendbildung, ſondern auch ſeine fortdauernde Liebe für die hier betriebenen Studien bekundet. Auch von Studierenden der Univerſität Marburg


