Aufsatz 
Forschungen zur Geschichte der Rheinlande in der Römerzeit
Entstehung
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58 Doppelgymnasiums muß also auf absehbare Zeit als endgültig feststehend angesehen werden. Den städtischen Behörden aber sprechen wir hier unseren wärmsten Dank aus für die einsichtige, pereitwillige und ausgiebige Förderung, die sie unserer Anstalt in dieser wichtigen Angelegen- heit haben zu teil werden lassen: wie wir denn überall in unserer Arbeit von ihrem Wohl- wollen uns wirksam unterstützt fühlen.

3. Unterbrechungen des regelmässigen Unterrichts, Erkrankungen, Todesfälle.

Der Gesundheitszustand der Schüler war während des vergangenen Schuljahrs im Ver- gleich zu dem vorhergehenden ein recht befriedigender. Von ansteckenden Krankheiten traten nur die Röteln vorübergehend in einer Klasse stärker auf. Doch war der Verlauf dieser Kraukheit überall ein so gutartiger, daßz die Gesundheitsbehörde keinen Anlaß zu besonderen Maßregeln fand.

Auch im Lehrerkollegium kamen meist nur geringfügige Unterbrechungen des Unter- richts durch Erkrankungen vor. Mehrere Wochen war im Anfang des Sommersemesters Herr Caster durch sein Leiden an der Berufsthätigkeit gehindert, kürzere Zeit gegen Schlußz des Wintersemesters. Er wurde das erste Mal durch Herrn Mohr, bei der zweiten Erkrankung durch Herrn Eucker vertreten. Herr Professor Gillhausen konnte von Michaelis ab seine volle Lehrthätigkeit wieder aufnehmen(S. Progr. 1888, S. 32). So hat die Hoffnung, welche wir im vorigen Jahre aussprachen, sich in erfreulicher Weise erfüllt. Von kürzeren Erkrankungen wurden betroffen: die Herren Oberlehrer Dr. Baier, Oberlehrer Dr. Cuers, Oberlehrer Caumont, Prof. Gillhausen, Dr. Knögel, Prof. Noll, Oberlehrer Dr. Römer, Oberlehrer Dr. Schütz, Oberlehrer Dr. Trommershausen und Dr. Trieber. Die Herren Caster, Pelissier, Dr. Römer und Dr. Schütz waren zeitweilig durch ansteckende Krankheiten im eigenen Hause genötigt, den Unterricht auszusetzen.

Zu militärischen Ubungen waren einberufen: Herr Dr. Schwemer vom 24. Mai ab auf 6 Wochen, Herr Sandrock vom 1. Juni auf 8 Wochen. Einen 14tägigen Urlaub vom 11. Februar ab hatte Herr Dr. Wirth in Familienangelegenheiten..

Am 15. März und am 18. Juni, den Beisetzungstagen der Kaiser Wilhelm I und Friedrich wurde der Unterricht ausgesetzt. Im Sommersemester wurde an einigen Nachmittagen freige-

geben wegen zu großer Hitze(22. VII., 25. VII., 13. VIII.), im Wintersemester zum Zwecke des Schlittschuhlaufens(14. I., 18. I., 28. II.).

Durch den Tod verlorene wir einen liebenswürdigen und sehr strebsamen Schüler, den Quintaner Hermann Bauer. Er starb an Hirnhautentzündung wührend der Sommerferien, am 11. Juli, in Falkenstein im Taunus. So war es seinen Mitschülern nicht möglich, ihm das letzte Geleit zu geben. In schmerzliche Mitleidenschaft wurde unsere Anstalt gezogen durch den Tod des Stud. theol. und Einjährig-Freiwilligen Rudolf Müller, den wir im Herbste als einen unserer hoffnungsvollsten Abiturienten entließen, und der am 29. November 1888 in Erlangen am Genickkrampfe starb.»Lebensfroh, in der Fülle der Gesundheit, offen und wahr, tiefen, gläubigen Gemütes, gefällig und bescheiden, willenskräftig und doch leicht lenksam: so wird

sein Bild in unserem Herzen fortleben.« Diese Worte des tieferschüttenten Vaters machen auch wir uns zu eigen.