Aufsatz 
Forschungen zur Geschichte der Rheinlande in der Römerzeit
Entstehung
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Über den Tod von drei emeritierten Lehrern unserer Anstalt haben wir hier zu be- richten. Noch im vergangenen Schuljahr, aber nach dem Abschluß des letzten Programms, am 15. März 1888, starb Herr Professor Dr. Anton Eberz. Er war Herbst 1842 in den städtischen Dienst getreten und bis Herbst 1853 Professor an der Selektenschule. Von diesem Zeitpunkt gehörte er bis zum Herbste 1882 unserem Gymnasium an. Er besaß eine sehr gründliche philologische Bildung und ein feines Gefühl für die Schönheiten der alten Dichter, von dem seine Ubersetzungen Zeugnis ablegen.(S. Programm 1853. S. 30 u. Pr. 1862). Als Lehrer hat er sich die Liebe und den Dank zahlreicher Schüler und die Neigung und Hochachtung seiner Kollegen erworben, mit denen er auch nach seiner Versetzung in den Ruhestand stets in näherer Beziehung blieb. Das Kollegium folgte seinem Sarge und der Direktor sprach am Grabe einige Worte des Andenkens an den Verstorbenen.

Am 22. Januar 1889 starb Herr Professor Dr. Heinrich Rumpf. Derselbe wurde Herbst 1861 als Professor an unsere Anstalt berufen, nachdem er vorher 24 Jahre an dem Gymnasium in Gießen thätig gewesen war. Ostern 1879 trat er in den Ruhestand. Durch die Lauterkeit seines Wesens, die Gründlichkeit seines Wissens und die treueste Pflichterfüllung war er allen verehrungswert, die mit ihm in Berührung kamen. Durch seine Forschungen auf dem Gebiete der Altertumswissenschaft hat er sich einen pleibenden Namen begründet.(Ein Ver- zeichnis seiner Schriften s. Progr. 1862 S. 35. Ferner Progr. 1868.) Auch er blieb stets in enger Verbindung mit unserer Schule und hörte nicht auf, sein Interesse an der Förderung seiner Wissenschaft zu bethätigen. Seine Amtsgenossen gaben ihm das Geleit zum Grabe und der Direktor gab dort in ihrem Namen dem Gefühl der Liebe und Hochachtung Ausdruck, das wir alle für ihn hegten.

Am 13. Februar 1889 starb Herr Professor Dr. August Steitz. Derselbe war von Herbst 1858 bis Herbst 1879 an unserer Anstalt thätig gewesen. Er war ein Mann von sehr gediegener Gelehrsamkeit und weit ausgebreiteten Kenntnissen. In den letzten Jahren verfiel er einer unheilbaren Krankheit, die seinen Geist umnachtete. Das Begräbnis fand in der Stille statt, so daß eine Beteiligung des Lehrerkollegiums ausgeschlossen war.