Aufsatz 
Forschungen zur Geschichte der Rheinlande in der Römerzeit
Entstehung
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4 9. 1889, 16. Januar. Vom 1. April d. J. ab wird unter Aufrechterhaltung der bestehenden Witwen- und Waisenversorgung die seitherige Verpflichtung der Lehrer und Schul- diener zur Einzahlung von Beiträgen an die städtische Witwen- und Waisenkasse aufgehoben.

10. 1889, 6. Februar. Die Herren Dr. Max Banner und Dr. Hermann Koob werden vom 1. April d. J. ab zu ordentlichen Lehrern ernannt. Magistratsbeschluß vom 8. Januar, bestätigt vom Königlichen Provinzial-Schulkollegium am 2. Februar.

III. Chronik.

1. Feier nationaler Gedenktage und Schulfestlichkeiten.

Wir knüpfen an den Schluß der Chronik des vorigen Programmes an, indem wir von den Trauerfeierlichkeiten berichten, zu denen sich in dem vergangenen Jahre die Schule so oft ver- sammeln sollte. Am 22. März beging die Austalt die Gedächtnisfeier für Kaiser Wilhelm I. Der Direktor hielt die Ansprache, in der er ein Bild der Persönlichkeit des Kaisers zu geben versuchte: Durch die ruhige Stärke seines Willens, wie durch die Klarheit seines Verstandes, durch die Ausdauer, die er in den Gefahren, wie durch die hohe Selbstbeherrschung, die er in seinen Triumphen bewührt hat, gehört dieser Fürst zu den grötzesten Gestalten der Geschichte. In den großen Ereignissen der letzten Jahrzehnte hat er auf dem Gebiete des Kriegswesens und der Politik überall die letzte Entscheidung selbst gegeben. Deshalb gebührt ihm, wie die Ver- antwortung der Eutschließung, so auch der Ruhm des Erfolges. Wenn es schon etwas Erhe- bendes ist, die Gestalten großzer Männer der Vergangenheit und anderer Völker zu betrachten, so wird in den Herzen der deutschen Jugend die Erscheinung Kaiser Wilhelms einen unaus- löschlichen Eindruck zurücklassen. Für uns aber, die wir unter seiner segensreichen Regierung gelebt haben, war er mehr als ein großer Held. In seiner Milde und Freundlichkeit war er ein Vater seines Volkes, zu dessen ernstem und liebevollem Antlitz jeder Deutsche wie zu dem eines verehrungswürdigen Angehörigen emporschaute. Wie im Leben durch seine Thaten, so wird er im Tode durch sein Andenken die Herzen der Deutschen brüderlich einigen.

Am 15. Juni gegen Mittag verbreitete sich die Nachricht von dem Ableben Kaiser Friedrichs in der Stadt. Die Schüler wurden bei Beginn des Nachmittagsunterrichtes auf dem Schulhofe versammelt und mit einer kurzen Ansprache entlassen. Die Gedächtnisfeier für den so pald seinem Volke wieder entrissenen, frühvollendeten Herrscher fand am 30. Juni statt. Der Direktor suchte den Charakter und die Denkart des edlen Fürsten den Herzen der Schüler nahe zu bringen, indem er Züge aus seinem Leben, aus Kriegs- und Friedenszeiten erzühlend vorführte. Der volkstümliche Held liebte es ja, unerkannt sich auch unter die Niedern zu mischen und ihre Freuden und Leiden kennen zu lernen und zu teilen. Wenn er seinem Vater