Aufsatz 
Die Idealisierung der Naturvölker des Nordens in der griechischen und römischen Literatur
Entstehung
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der mythischen Istrosquelle im hohen Norden, in die Gegend seiner wirklichen Quelle im Westen: in die Alpen. Daher kommt es, dass Posidonios(fg. 90 M. bei schol. Ap. Rh. II 677) erklärt, die Hyperboreer wohnen e τι Ʒełτωmσʒ rüg Traxliag. Ebenso sagt der sonst unbekannte Protarchos, welcher schon in römischer Zeit, aber noch vor Hyginus schrieb, die Alpen seien die Rhipäischen Berge, ²lαl τονς νeo ra Arauα don eτοιοννναναμα οπαα νπιάιαν Tπαιςιοοσςουες ννοαιανεα εα(Steph. Byz. s. v. Taεoςσεσοε*). Probus ad Verg. Georg. III 382: Fhipaeos montes quidam puataverunt Alpes. Posidonios bediente sich dabei(nach Athen. VI 233 d) noch dazu des etymologischen Kunststückes, den Namen AAXwxtx aus einem früheren OAνα herzuleiten, welcher dann woöhl an die 6X1⁴, die glückseligen Hyperboreer erinnern sollte. Die Gallier, welche unter Brennus aus den Alpen nach Italien herabzogen, galten aus diesem Grunde dem Heraklides Pontikos als ein Heer von Hyperboreern(Plut. Camill. 22). Andre suchten nun zwischen den zwei Ansichten von den nördlichen und den westlichen Hyperboreern zu vermitteln. So sollen nach einer von Plut. Cam. 15 gegebenen Erzühlung die Hyperboreer des hohen Nordens aus Gallien dorthin eingewandert sein; eine andere Vermittlung versucht Hekatäos von Abdera, welcher (Diod. II 47) die Hyperboreer auf einer Insel im Ocean ν τoiς deureas is Kelriene röwxots wohnen lässt; denn auch seine Angabe beruht auf einer Identificirung der mythi- schen Istrosquelle im Norden bei den Hyperboreern, und seiner wirklichen Quelle im Westen bei den Kelten(Her. II 33, IV 49). Dieselbe Verquickung zeigt auch schol. Pind. ol. 3, 25: Ioτρος orανς έιινε πννς ενν☛νμ mꝙτ ν Trrε σοωο%μν νόρ oꝗ νeν- vOSS Aererat.

Manche Verwirrungen, wie gesagt, finden durch Berücksichtigung dieses Punktes ihre einfache Lösung. Ukert meint dagegen S. 398, Aeschylos suche selbst schon die Hyper- borcer und ihre Nachbarn, die Greife und Arimaspen, wie auch die Istrosquelle im Westen, führe auch im Prometheus die Rhipäen nicht unter den Bergen des Nordens an(S. 99). Letzteres argumentum ex silentio hat nun einem Dichter gegenüber nicht viel zu bedeuten; ersteres aber ist im Prometheus nicht nur nicht enthalten(wie es denn auch Aesch. fg. 191 zu widersprechen scheint), sondern dort steht vielmehr das gerade Gegentheil: ο˙οG Aνντοιἀας im Osten(v. 791), glaubt Aeschylos die Arimaspen(805), ja beinahe schon ερσοε nAlov xnrare(809)! Er schildert sie jedoch als mythische Wesen, nicht wie Herodot als menschliche Nachbarn der Hyperboreer, ein Umstand, welcher beiläufig gesagt auch gegen die geschichtliche Realität ihrer anderen Nachbarn, der Issedonen(s. S. 14), zu sprechen scheint.