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Sauromaten und Bastarner unter die Thraker gemischt sein lisst(p. 296), und die einzige Stelle, die man für das Germanenthum der Bastarner aus Strabon citirt hat, lässt ebensogut die Segentheilige Deutung zu, p. 306: ν f usdoαᷣα Baœmα⁴mςρσαα ενꝙrors Teoers- T⁴σ 6,⁴O G* Tegεαραρσο*ε, G.½[Q½ 0 e a uro! Tos Degαννυνινν ●̈ νσ dvreg, wonach sie den Germanen einigermassen verwandt, aber doch ein ihnen benachbartes, also von ihnen verschiedenes Volk sind. Achnlich wie Strabon gibt auch Dionysios der Periegete als Völker nördlich von der Donau an(v. 304) Tegudyon Nauderat e Pérat S dua Baoxägvat re ff. Mit ausdrücklichen Worten werden die Bastarner erst von Pli- nius als Germanen bezeichnet, H. N. IV 100: quinta pars[Germanorum] Peucini, Ba- sternae und IV 81: a Maro... aversa Basternaei tenent aliique inde Germani, während selbst Tacitus Germ. 46 wieder zweifelhaft ist. Aber wenige Zeilen darauf gibt Plinius auch die Erklärung dieser neuen Ansicht in den vielbesprochenen Worten:»Soytharum nomen usquequadue transit in Sarmatas atque Germanos. nec aliis prisca illa duravit appel- latio, quam qui extremi gentium harum ignoti prope ceteris mortalibus degunt.« Demnach wurde erst um die Zeit des Plinius oder kurz vorher das früher für skythisch oder für thrakisch gehaltene Volk der Bastarner(vielleicht mit Recht) als germanisch angesehen,*) wührend für Sallust— über ein Jahrhundert früher— eine solche Annahme schlechterdings zu verwerfen ist. Noch eine andere Meinung führen endlich Livius(XL 57, 7 cl. perioch. 63) und Plutarch(Aem. Paul. 9) an, wonach die Bastarner Celten(Talαeταα) würen;**) allein auch diese, falls sie schon zu Sallusts Zeit existirte, darf uns nicht glauben machen, dass Sallust die Sitten eines celtischen Volkes zugleich auf die Germanen übertragen habe; kannte er ja doch die Commentarien Cäsars, in welchen er Celten und Germanen als ganz verschiedene Völker geschildert vorfand.***) Sallust sah also die Bastarner nicht als Ger- *) Und durch diese Uebertragung ein erstes Vorspiel für die spätere Identificirung von Geten und Gothen gegeben, welche jetzt trotz J. Grimm's Vertheidigung wohl mit Recht allgemein nur als eine etymologische Spielerei angesehen wird. *) Auch Valerius Flaccus scheint dies anzudeuten, indem er Arg. VI 93 ihren Führer Teutagonus nennt; oder bezeichnet er sie dadurch wie sein Zeitgenosse Plinius als Germanen? ***) Möge man hiergegen nicht das letzte Capitel seines Bellum Jugurthinum anführen, wo- nach Q. Caepio und Cn. Manlius(105 v. Chr.)»advorsum Gallos« d. h. gegen die Cimbern, also gegen Germanen, unglücklich kämpften, und hierin eine Gleichstellung von Galliern und Germanen durch Sallust sehen. Denn die Schlacht fand in Gallien, am Rhodanus, statt; gallische Völker kämpften mit im Cimbernheere, besonders die-Helvetier, und, was die Hauptsache ist, Sallust sieht es nur darauf ab, zum Schluss anzuführen, dass dem Marius nun»provincia Gallia decreta est«(die spätere Gallia Narbonensis, um von da aus die Cimbern abzuwehren) und einen wirkungs- vollen Satz zum Preise Cäsars, des Besiegers der Gallier, zuzufügen:»illimque.... Romani sic habuere.... cum Gallis pro salute, non pro gloria certari.« Auch war man damals über die Abstammung der Cimbern nicht im Klaren; Cicero de prov. cous. 13, 32 bezeichnet sie ebenfalls als Galli, Cäsar freilich I 40 u. 5ö. und Horaz epod. 16, 7 als Germanen. Erst unter Augustus wurden sie allgemein als Germaunen angesehen(nicht ganz richtig Brandes, Kelten und Germanen S. 107). Vgl. noch Florus I 38, 1.— Man hatte wohl dabei auch die Erinnerung an die alten
Einfälle der Gallier(unter Brennus u. A.) im Sinne, wenn man in den Cimbern Gallier erblickte. 6


