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Von Homer zu Hesiodos übergehend finden wir zunächst den Glauben an eine glücklichere Vergangenheit, den jener nur andeutet, in der Darstellung der vier Zeitalter sehr ausgebildet; ferner die Verlegung glücklicher Zustände in recht entlegene Länder. Seine»Inseln der Seligen« sind so geschildert, dass sie an das Elysische Gefilde Homers erinnern(O. D. 167 ff.); dort wohnen die Heroen am Ende der Erde(reioαmς αmα) fern von den Menschen am Rande des Okeanos, führen ein sorgenloses Leben und geniessen des Segens, welchen ihnen das Land ohne jede Mühe spendet. Bekanntlich wurde später auch diese Gegend in den canarischen Inseln u. a. fixirt; auch Erytheia, worin Eratosthenes das Inselchen von Gades sah, ist eine solche vfoς ενσιμον*) Und was die nördlichen Völker betrifft, so sind dem Hesiodos— dessen Heimath von Delphi nicht entfernt lag— die Hyperboreer bekannt, ohne dass wir darüber Genaueres wüssten, als dass nach He- rodot IV 32»Hesiodos und auch Homeros in den Eirovot, wenn dieses Gedicht wirklich Homeros gedichtet hat, von den Hyperboreern sprachen«(fg. 198 Göttl.), während etwa gleichzeitig der homerische Hymnus auf Dionysos(7, 28) sie schon als sehr entfernt be- zeichnet: E⁴ππτ₰✕α, Ai ve roν&c iserat ν öre Körτονι⁹ ες TrS9 0960 vS h e.α- 1. Was diese frühesten Dichtungen über die Hyperboreer enthielten, wissen wir nicht; ihnen folgte der Paean des Alkaeos(frg. 2. B.), der delische Hymnus des Olen(Her. IV 35) und die Beschreibung des Aristeas von Prokonnesos, der sie(ib. IV 13) als friedliebend be- zeichnete: gewiss wurde ihre Glückseligkeit und Frömmigkeit, ihre Gerechtigkeit und Fröhlich- keit, ihre Feste und ihre lange Lebensdauer schon in diesen Schilderungen erwähnt. Nach
schol. Aesch. Prom. 793 wurden sie, wie bei Homer die Aethiopen, von den Göttern besucht.
Die Ausdeutung, speciell die geographische Fixirung der homerischen Angaben begann ausserordentlich früh. Einzelne Oertlichkeiten mag der Dichter selbst im Auge gehabt haben; in anderen Fällen sind es die hesiodeischen Epiker, die damit den Anfang machten. Nach fg. 194 versetzte Hesiod bereits die von Odysseus durchirrten Gebiete nach Italien und Sicilien, fand er in der Odyssee den Aetna, die Insel Ortygia, die Tyrrhener; nach fg. 196 lag ihm die Insel der Kirke an der Küste von Tyrrhenia. Kann es uns da wun- dern, wenn auch die Stelle der Ilias(s. oben) von den deν2̈χηρυν πσσπνμοιν Pανααοꝓ⁴- Tν Agioννꝓτε, Jεκαμιοτααανιινννιόσ,ονν von den hesiodeischen Dichtern weiter verarbeitet wurde, und sie die durch die zu ihrer Zeit schon geschehenen ersten Anfänge einer Colo- nisirung der Küsten des Pontus Euxinus gewonnenen etwas genaueren Kenntnisse von
heros eponymus gemacht. Mnaseas fg. 24(in schol. Apoll. I. c.) erzählt, die Hyperboreer würden jetæt QeA⁴pol genannt; vgl. auch Cic. de nat. deor. III 57.— Die Alten überliefern uns übrigens seit Herodot mehr von dem Hyperboreerglauben in Delos, doch mag dies mehr zufällig sein. Der älteste Gesang, der des Alkaeos, schliesst wenigstens an Delphische Sage an..
*) Strab. III 148. Die Inseln Maxν bei Tenedos(Mela II 100) möchten vielleicht auf einen phönikischen Ursprung derartiger Sagen zurückdeuten? vgl. Müllenhoff a. a. O. S. ger ff.
Hesiod.


