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des Hinterleibes, des ſog. Schwanzes. Dieſer enthält von allen Körpertheilen die kräftigſte Mus— kulatur und ſpielt daher bei der Hummermahlzeit die Hauptrolle.
*Astaeus fluviatilis, der Flußkrebs, bietet uns, nachdem wir den Hummer genauer betrachtet haben, nicht viel Neues. Er ſteht dem Hummer nicht nur an Größe, ſondern auch an Schönheit der Färbung nach; während der Hummer ſich gewöhnlich in ein ſchönes Dunkelblau mit gelben Flecken kleidet, iſt der Flußkrebs gewöhnlich einfach grünlich braun; es kommen aber auch blaue und rothe Flußkrebſe vor.
Palinurus vnlgaris, die Languſte, die von den franzöſiſchen Küſten oft ſogar lebend bei uns auf den Markt kommt, iſt ebenfalls dem Hummer ſehr ähnlich, unterſcheidet ſich aber von ihm durch den Mangel der großen Scheeren und durch die ungemein langen Geißeln der Fühler. Es ſcheinen ihm dieſe einen gewiſſen Erſatz zu bieten für den Mangel der erſteren; er kann ſich viel eher über eine Gefahr orientiren, als der Hummer, der ſich, Dank ſeinen kräftigen Waffen, dieſelbe viel näher auf den Leib rücken laſſen kann. Die Languſten kamen zuweilen mit großen Eiermaſſen unter dem Hinterleibe ins Aquarium; bis jetzt ſind aber dieſelben hier noch nie ausgeſchlüpft. Die Jungen, die ſog. Phylloſomen, ſind den erwachſenen Languſten ganz unähnlich.
Zu den langſchwänzigen Krebſen oder Macrouren, wie man die genannten Krebſe zu be⸗ zeichnen pflegt, gehört auch noch
Crangon vulgaris, die Garneele und*Palæmon squilla, der Granatkrebs, zwei Thiere, die oft mit einander verwechſelt werden und doch in Bau und Lebensweiſe recht verſchieden ſind. Die erſtere entzieht ſich faſt ſtets dadurch unſerer Beobachtung, daß ſie ſich in den Sand eingräbt, während letztere auf dem Boden umherläuft und häufig mit Hülfe der Hinterleibsfüße ſchwimmt; erſtere bleibt beim Kochen grau, letztere wird roth. In den deutſchen Küſtenſtädten nennt man beide Krabben, in Frankreich beide crevettes oder salicoques, in England aber unterſcheidet man ſie als sÜhrimps(Crangon) und prawns(Palcmon). Der Granatkrebs, mit dem wir es faſt immer zu thun haben werden, iſt faſt durchſichtig; die Lage des Magens iſt zumal leicht zu erkennen, wenn das Thier gefreſſen hat. So vorſichtig und ſcheu die Thiere ſonſt ſind, ſo zudringlich ſind ſie, wenn es gilt, einem vielleicht viel ſtärkeren Mitbewohner des Beckens von ſeiner Beute etwas abzuzwicken. Eine große Seeſpinne, von einer Schaar von Granatkrebſen bei ihrer Mahlzeit um⸗ lagert und beläſtigt, iſt ein gar ergötzliches Schauſpiel.
*Pagurus Bernhardus, der Einſiedlerkrebs, iſt von der Natur nicht derart ausgeſtattet, daß er ſeinen ganzen Leib aller Welt zeigen darf; der Hinterleib iſt ſo weich, daß er andern Meeres⸗ bewohnern, vielleicht in erſter Linie ſeinen rauf- und raubluſtigen Brüdern zur Beute fallen würde. Er ſteckt ihn daher vorſichtigerweiſe in das leere Gehäuſe einer Schnecke und zwar unſer Pag. Bernhardus faſt allemal in die Schale eines Wellhorns, Buccinum undatum. In dieſer iſt Raum genug, daß er ſich ganz in dieſelbe zurückziehen kann und hat er dann den Mund der Schnecke mit ſeinen harten Scheeren geſchloſſen, ſo iſt er ſo ziemlich gegen alle Angriffe ſeiner Feinde ge⸗ ſichert. Mit ſeiner Schale auf dem Rücken trollt er munter über den Sand dahin, bei jeder ver⸗ meintlichen Gefahr ſofort innehaltend und auf Augenblicke in der Schale verſchwindend. Die Ein⸗


