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*Serpula triquetra, der dreikantige Röhrenwurm; wie die vorige Art auf Steinen und Muſcheln angewachſen, bedeutend kleiner, Kiemen roth oder blau.
Gelegentlich kommt auch wohl die Goldraupe, Aphrodite aculeata und manche andere Würmer mit Sendungen ins Aquarium; ſie verbergen ſich aber gewöhnlich ſofort im Sande und ſind ſomit für den Beobachter ſo gut wie nicht vorhanden.
Arthropoda. Gliederfüßler.
Krebſe.
Um die Reihe der Krebſe mit einem bekannteren zu eröffnen, mag zuerſt betrachtet werden:
Homarus vulgaris, der Hummer. Sein Leib zeigt zwei Hauptabſchnitte, das Kopfbruſtſtück und den Hinterleib. An dem erſteren ſitzen die beiden geſtielten, beweglichen Augen, zwei Paar Fühler, von denen das äußere eine lange, das innere zwei kurze Geißeln trägt; ferner die Mund⸗ werkzeuge, von denen für den Beſchauer die ſog. Kaufüße ſichtbar ſind und endlich die fünf Paar Gehfüße. Das erſte Paar trägt die mächtigen Scheeren; ſie ſind unſymmetriſch, d. h. die rechte iſt nicht ebenſo geformt wie die linke, die eine iſt plumper, maſſiger, die andere ſchlanker gebaut. Die Kaufüße führen fortwährend peitſchende Bewegungen aus; dieſelben dienen dazu, einen Waſſer⸗ ſtrom an die an den Seiten des Thieres unter dem Panzer liegenden Kiemen zu leiten. Der Hinterleib endigt mit einer fünfblättrigen Schwanzfloſſe; unter dem Hinterleib ſehen wir bei manchen Exemplaren unausgeſetzt Fußpaare ſchwingen. Es ſind dies Weibchen, die viel längere Hinterleibsfüße als die Männchen beſitzen. An dieſe Füße heften ſie die zahlreichen, ca. 1000 Eier, die alsdann auch faſt unaufhörlich geſchwungen werden, um friſches Waſſer an dieſelben zu bringen. Die Hummer haben ſchon wiederholt im Aquarium Brut erzeugt; der aus dem Ei geſchlüpfte Hummer ähnelt dem erwachſenen ſehr; er hat aber noch an jedem Beinpaar einen Schwimmaſt, den er erſt ſpäter verliert. Der Panzer des Hummers, der aus einer Grundmaſſe von Chitin beſteht, in welche Kalk eingelagert iſt, wächſt nicht mit dem Thiere; in gewiſſen Zeiträumen, die je nach dem Alter des Thieres kleiner oder größer ſind, wirft der Hummer ſeinen Panzer ab und erhält einen neuen. Bei einer ſolchen Häutung bleibt der alte Panzer unverſehrt bis auf einen Riß zwiſchen dem Kopfbruſtſtück und dem Hinterleib, aus dem der Krebs herausſchlüpft, anfangs nur mit einer ganz dünnen Haut umgeben; dieſelbe erhärtet erſt nach einigen Tagen. Während dieſer Periode iſt der Hummer der Verfolgung ſeiner Feinde wehrlos preisgegeben und er verkriecht ſich daher im Freileben in tiefe Felsſpalten, um hier die Häutung vorzunehmen. Im Aquarium, wo ihm dies nicht möglich iſt, ſucht er ſich, ſo gut es eben geht, zu helfen, indem er ſich in einer Ecke des Beckens den Rücken deckt und vor ſich einen Sandwall aufthürmt. Man kommt ihm dann zu Hülfe, nimmt ihn aus dem Becken, läßt ihn in einem Reſervebecken die Häutung abmachen und ſetzt ihn erſt wieder zu ſeinen Genoſſen, wenn der Panzer erhärtet iſt. Ein Krebs muß nun einer weitverbreiteten Meinung nach immer rückwärts gehen; es iſt das aber durchaus nicht der Fall; er bewegt ſich, wie es gerade die Umſtände erfordern; wird er aber zu plötzlichem Rückzug gezwungen, dann allerdings macht er nicht erſt Kehrt, ſondern dann gehts rückwärts, aber nicht auf den Beinen, ſondern durch einen kräftigen Schlag


