Aufsatz 
Das Aquarium des Zoologischen Gartens zu Franfurt am Main
Entstehung
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mit ſchwellen zu machen. Zuweilen ſieht man auch einen Seeſtern Nahrung aufnehmen; er führt dieſelbe nicht wie andere Thiere in Mund und Magen ein, ſondern er ſtülpt den Magen aus, etwa in eine Muſchel, die er verzehren d. h. ausſaugen will. Die Seeſterne ſind gefährliche Feinde der Auſtern.

Unſer gewöhnlicher Seeſtern ſcheint kaum den Namen Stachelhäuter zu verdienen; andere rechtfertigen ihn ſchon eher, ſo

Astropecten aurantiaeus, der gelbrothe Seeſtern; glatt, mit Stacheln am Rande der Arme, fünfſtrahlig.

*Asteracanthion glacialis, der höckerige Seeſtern; einer der größten Seeſterne, Stacheln auf warzigen Höckern, fünfſtrahlig.

Solaster papposus, der Sonnenſtern, 1213 ſtrahlig.

Während bei den Seeſternen die Arme allmählich in die Körperſcheibe übergehen, iſt bei den Schlangenſternen die runde Körperſcheibe ſcharf von den mit Stacheln beſetzten, ſehr be⸗ weglichen Armen abgeſetzt. Dieſelben ſind in der Regel vertreten durch

Ophiothrix fragilis, den zerbrechlichen Schlangenſtern; Mittelmeer.

Auch der Haarſtern, Comatula mediterranea kommt oft mit Sendungen von Trieſt; die zarten Thiere ſind aber meiſtens zerbrochen oder doch in einem Zuſtande, daß ſich wenig Studien an denſelben anſtellen laſſen.

Seeigel. Am häufigſten findet ſich vor:

*Echinus esculentus, der eßbare Seeigel der Nordſee. Er verdient den Namen Stachel⸗ häuter mit Recht; nach allen Richtungen ſtarrt von ſeinem halbkugeligen Körper ein Stachelwald. Auf den erſten Blick ſcheint er uns nichts mehr als dieſe, wie wir bald ſehen, beweglichen Stacheln zu zeigen; aber betrachten wir ihn ein wenig länger, ſo ſehen wir, daß er ähnliche Saugfüßchen beſitzt wie der Seeſtern; ſie ſind bei ihm in 10 Meridianlinien angeordnet; auch er benutzt ſie zur Fortbewegung. Was iſt aber am obern, was am untern Pol des Seeigels? Hat einer ſich gerade günſtig hingeſetzt und obliegt der Nahrungsaufnahme, ſo werden wir bald darüber klar. Unten iſt der Mund; mit 5 Zähnchen zernagt er zumal Pflanzenſtoffe; am entgegengeſetzten Körperpol treten kleine Kügelchen, Kothballen aus; dort liegt der After. Um denſelben herum liegen die Sehorgane, für das unbewaffnete Auge allerdings als ſolche nicht erkennbar. Oft aber ſieht man den Seeigel Steinchen, Blättchen oder irgend etwas anderes mit ſeinen Saugfüßchen ergreifen, es den obern Saugfüßchen zureichen und endlich mit dem Ergriffenen die Angenplatten zudecken.

Echinus melo, der Kürbis⸗Seeigel; dunkelbraun, Mittelmeer.

Zu den Echinodermen gehört dann auch noch:

*Cucumaria doliolum, die Seegurke, ein Thier, das bei oberflächlicher Betrachtung an eine Seeroſe oder an einen Wurm erinnert. Es hat einen walzenrunden, braunen Leib, an dem man, wenn das Thier ſeine Fangarme eingezogen hat, ein Vorn und Hinten nicht unterſcheiden kann; entfaltet es aber dieſelben, ſo bemerkt man, daß deren zehn den Mund umſtehen; zwei von ihnen ſind viel kleiner als die acht übrigen. Das Thier ſitzt nicht, wie die Seeroſe, mit einer Fußſcheibe der Unterlage auf, ſondern heftet ſich, wie der Seeigel und Seeſtern, mit kleinen Saugfüßen feſt,