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Von den ein kalkiges Gebäude, eine ſog. Koralle, ausſcheidenden Polypen beherbergt das Aquarium nur eine Art aus dem adriatiſchen Meer:
*Cladocora cæspitosa, die Nelkenkoralle; der Polypenſtock bildet einen Raſen, aus dem die Einzelthiere frei hervorragen; die Polypen ſelbſt ſind gelb gefärbt.
Hudromeduſen: Tubularia indivisa bildet bis 1,5 dm lange Röhren, die aus dem Boden anhaftenden, ſich verzweigenden Röhren aufragen und am Ende die einzelnen Polypen tragen, die durch einen doppelten Kranz von Fangarmen ausgezeichnet ſind.
* Hydractinia echinata trifft man auf den Gehäuſen von Buccinum undatum, die von Ein⸗ ſiedlern bewohnt ſind. Dem bloßen Auge erſcheint eine Colonie dieſer Polypen wie eine Schimmel— decke; nur bei genauer Aufmerkſamkeit und in genügender Nähe kann man eben noch die keulen— förmigen Einzelpolypen unterſcheiden.
*Sertularia abietina(Becken 1), pflanzenähnlicher, wie eine kleine Tanne geformter Polypenſtock.
Faſt auf jedem Felſen ſtehen ſehr kleine, nur für ein gutes Auge wahrnehmbare Polypen— ſtockchen, Campanularien, die gelegentlich mit Sendungen in's Aquarium gekommen ſind und ſich jetzt vollſtändig in demſelben eingebürgert haben.
Quallen gehören zu den ſeltneren Bewohnern unſeres Aquariums; es erhält dieſelben in der Regel von Trieſt. Wir müſſen uns in der That wundern, daß dieſe zarten Thiere die weite Reiſe überhaupt noch überleben; gewöhnlich friſten ſie aber auch nur wenige Tage ein ſieches Daſein. Am beſten hielt ſich immer noch:
Rhizostoma Cuvieri, die Wurzelmundqualle. Sie bildet eine zart milchweiße, faſt durch— ſichtige Glocke, aus der acht gelappte, als Saugapparat dienende Arme hervorhängen. Durch regelmäßig auf einander folgende Zuſammenziehungen der Glocke bewegt das Thier ſich fort. Das Aquarium beſaß ein Exemplar über drei Wochen: es mochte anfänglich etwa 2 dm lang ſein; von Tag zu Tag ſchrumpfte es mehr ein bis es endlich nur noch 5 cm in der Länge maß.
Echinodermata. Stachelhäuter.
Seeſterne:
Asteracanthion rubens, der rothe Seeſtern, iſt der häufigſte Seeſtern der Nordſee. An einem auf dem Boden oder an einem Felſen ſitzenden erkennt man wenig mehr, als daß ſein flacher, ſcheibenförmiger Körper in 5 Strahlen verläuft. Nur bei genauer Aufmerkſamkeit entdeckt man auf der Körperſcheibe zwiſchen zwei Armen einen kleinen, runden Fleck und am Ende jedes Armes ein rothes Pünktchen, das Auge. Hat ſich aber einer an die Glasſcheibe oder auch nur ſo geſetzt, daß man etwas von der Unterſeite ſehen kann, ſo bemerkt man an derſelben eine Unzahl kleiner, wurm⸗ artig beweglicher, mit einem Knöpfchen verſehener Fäden. Das ſind ſeine Fortbewegungsorgane; er ſtreckt ſie, befeſtigt die kleine Saugſcheibe am Ende derſelben an irgend einem Gegenſtande und zieht ſeinen Körper nach dieſer Richtung. Das Strecken der Füßchen geſchieht dadurch, daß er ſie mit Waſſer anfüllt, welches er durch den an ſeiner Oberſeite wahrnehmbaren Fleck, die ſog. Sieb⸗ platte, in den Körper einführt und durch ein Kanalſyſtem zu den Saugfüßchen leitet, um ſie da⸗
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