Aufsatz 
Die Eröffnung des Goethe-Gymnasiums
Entstehung
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eineni zugleich als Bibliothek dienendem kleinen Vorzimmer verbundene Arbeitszimmer des Direktors und das geräumige Speisezimmer nebst Anrichteraum. Die breite Schiebe- thür zwischen beiden ermöglicht gemeinsame gesellschaftliche Benutzung. Von dem An- richteraum aus führt eine Verbindungstreppe und ein Aufzug zu den im Souterrain liegenden Wirtschaftsräumen: Küche, Plättstube, Waschküche nebst Vorratsräumen und Kellereien. Auch im Kellergeschoß ist vor der Küche ein Anrichteraum angeordnet, um die Vertheilung von Speisegerüchen durch die Wohnung zu verhüten.

Von der Verbindungstreppe aus kann man zu wirtschaftlichen Verrichtungen direkt ins Freie gelangen.

Das Obergeschoß enthält 6 Wohn- und Schlafräume sowie eine Badestube. An einen für sich abgeschlossenen Flur stoßen die 3 zu Schlafzimmern bestimmten Räume und die Badestube.

Eine Verbindungstreppe vermittelt den Verkehr zu dem ausgebauten Dachgeschoß, welches außer einer geräumigen heizbaren Diele 3 heizbare und 3 nicht heizbare Kammern enthält. Eine kleine Treppe führt von hier zu dem oberen Dachraum, welcher als Trocken- boden dient.

In jedem der 4 benutzten Geschosse ist für Anordnung von Closets und Ausgüssen gesorgt und so hoffentlich erreicht, daß die durch die gegebene Situation bedingte Ver- teilung der Wohnung auf mehrere Geschosse nicht als ein zu großer ibelstand empfunden wird. Zur größeren Wohnlichkeit wird vor allem die im Kellergeschoß untergebrachte Sammelheizung(Niederdruckdampf), wie im Schulhaus, beitragen, welche es ermöglicht hat, ohne zu große Opfer alle Nebenräume und Corridore in gleicher Weise wie die Zimmer zu erwärmen.

Die Wohnung des Schuldieners ist zugänglich von der Hintertreppe, welche sich nach dem Hauptschulhof hin öffnet. Sie dient zwar zugleich als Nothtreppe für die Direktorwohnung, steht für gewöhnlich aber dem Schuldiener allein zur Verfügung. Im Kellergeschoß sind untergebracht die Küche und zwei Nebenräume, deren einer event., als Wohnraum benutzt werden kann, während der andere zur Unterbringung von Vorräten dient. Im Keller befindet sich auch das Closet des Schuldieners. Im Erdgeschoß liegen an einem abgeschlossenen Corridor 3 Wohnzimmer, von denen das eine seine Fenster dem Schulgebäude zukehrt, sodaß von hier aus der Eingang überwacht werden kann. Im Dach- geschoß sind ihm endlich eine heizbare und eine nicht heizbare Kammer zugewiesen. Die Heizung dieser Wohnung erfolgt durch öfen.

Ein kleiner Garten ließ sich sowohl für den Direktor als den Schuldiener von dem Grundstück, ohne daß der Schulhof dadurch beeinträchtigt wurde, abzweigen. Dem ersteren steht außerdem der kleine Balkon des Hauses und die geräumige Plattform des Ver- bindungsganges zur Verfügung, von denen namentlich der erstere den herrlichen Blick auf das Panorama des Taunus bietet.

Sämtliche Gebäude sind an die städtischen Elektrizitätswerke angeschlossen und mit elektrischer Beleuchtung versehen.

Die beabsichtigten Anlagen der Bahnstraße werden die Schönheit des Platzes, auf dem es vergönnt war, den Bau als Zeugnis für den hochherzigen Sinn der Frankfurter Stadtgemeinde zu errichten, zum Abschluß bringen. Die Bausumme gestattete freilich

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