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Einweihungsfeier geschehen, zur Errichtung einer Bühne für Schüleraufführungen und dergleichen zu benutzen.
Reich gemalte Glasfenster, welche die Hochherzigkeit früherer Schüler der Anstalt stiftete*), dienen ihr im Verein mit der Holztäfelung der Wände zu reichem Schmuck. Einzelne Wandfelder bieten geeignete Flächen für weitere künstlerische Ausstattung, zu der die Mittel zum Teil von hochherzigen Stiftern in Aussicht gestellt sind.
Neben dem erwähnten Gesangsaal liegt ein kleiner Raum, bestimmt für Sammlungen. Neben diesem Raum führt die Treppe zur Empore, und unter derselben ist eine be- scheidene Unterkunft für den Heizer gewonnen.
Die Nordwestfront nehmen auch in diesem Geschoß die Klassen ein, und zwar sind hier an dem Korridor 5 Klassen, von denen eine vorläufig als Modellkammer dient, und der Zeichensaal angeordnet. 5 Garderoben liegen ihnen gegenüber.
Die Heizung des Schulgebäudes erfolgt durch eine Niederdruck-Dampfheizung, ausgeführt von der Firma Käferle, als deren Besonderheit es zu betrachten ist, daß sie in Verbindung gebracht wurde mit einer Pulsions-Luftheizung mit elektrischem Betrieb. Diese Anordnung soll es ermöglichen, daß im Sommer die Klassenräume mit frischer Luft versorgt werden können, und daß bei außergewöhnlicher, namentlich plötzlicher Kälte im Winter die langsame Wirkung der Dampfheizkörper, welche überall unter den Fenstern Aufstellung gefunden haben, durch die viel raschere der Luftheizung unterstützt werden kann. Die drei Kessel, von denen der eine kleinere nachträglich bei dem Beschluß der Erweiterung um 3 Klassen als Reserve beschafft werden mußte, befinden sich im Keller an der Nordwestseite und sind mit dem Kohlenlager, welches aus wirtschaftlichen Rück- sichten an der Südostseite angeordnet wurde, durch ein Schienengeleise verbunden, auf welchem die Kohlen und Aschenwagen leicht bewegt werden können.
Die sämtlichen Decken des Schulgebäudes sind massiv konstruiert und zwar über dem Kellergeschoß und den Korridoren gewölbt, über den Räumen als Klein'’'sche Decke zwischen eisernen Trägern.
Eichenholzfußböden in den Klassen, Fließenfußböden in den Korridoren gewähr- leisten größte Reinlichkeit. Auch Holzpannele sind aus hygienischen Rücksichten mit, Ausnahme in der Aula überall vermieden, und an deren Stelle ein Stuccolustro aus Cement und hydraulischem Kalk angewendet, dessen gefährdete Kanten durch eiserne Schienen überall sorgfältig gesichert sind. Aus Eisen bestehen auch die Thürbekleidungen der Klassenthüren, welche sich, um eine Verengung des Korridors durch die offen stehende Thür zu vermeiden, sämtlich in Nischen bewegen.
Die Fenster sind bis unter die Decke geführt und liegen mit ihrer Brüstung 1,25 m hoch über dem Fußboden.
Eine normale Klasse von 6,2.9= 55,8 qm besitzt in ihren 9 Fenstern eine Licht- quelle von 16,5 qm, also fast ĩ½⅛ der Grundfläche. Gesteigert wird die Lichtwirkung noch dadurch, daß die Looshölzer der Fenster tief liegen und den nutzbarsten Lichteinfall im oberen Teil des Fensters nicht behindern. Zugleich sind mit dieser Fensterteilung im unteren Teil kleine, während der Zwischenpausen von den Schülern selbst leicht zu
*) Siehe S. 19.


