Aufsatz 
Statistische Rückschau auf 100 Semester Realschule in der Hedwigstrasse zu Kassel
Entstehung
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hatte, ſtudirte er bis H 71 auf der Univerſität zu Gießen, beſtand daſelbſt H 69 die philologiſche Vorprüfung und im Winter 7071 die Facultätsprüfung. Von 8. II. 72 bis Ende 73 war er erſt Probecandidat, dann ordentl. Lehrer an der R zu Offenbach, von Ende 73 bis H 75 verweilte er Studien halber in der franz. Schweiz. England, Irland und Frankreich, und zwar als Hörer in der Ecole de théologie à l'Oratoire in Genf, als Lehrer an der Grammar School in Godalming (Surrey), der Parsanstown School(Ireland) und dem Collége in Marquise(Pas de Calais). Von H 75 bis H 76 war er Lehrer an der Gewerbeſchule in Hildesheim, von 1. X. 76 iſt er hier angeſtellt, und zwar von 26. VI. 84 als etatsmäßiger Oberlehrer.

Haſſenpflug, Juſtus, geboren am 17. October 1844 zu Oberaula, beſuchte von 6061 die Präpa⸗

randenſchule und von da bis 64 das Seminar zu Schlüchtern, legte 1864 die erſte und 1868 dier zweite Lehrerprüfung ab. 1865 war er als Hauslehrer in Städtfeld bei Eiſenach thätig, von 1865 bis 69 Hülfslehrer in Schreufa im Kreis Frankenberg, von 1870 bis 73 Lehrer in Schrecksbach. Im Juli 1873 kam er als beauftragter Elementarlehrer an die HB, wurde 15. XI. 74 an die hieſige Bürgermädchenſchule I verſetzt. Er iſt am 24. III. 86 geſtorben. Sein Nachfolger an unſerer Schule wurde Eberhard.

Heidenreich, Adolf, geboren den 6. December 1842 zu Herleshauſen, Kreis Eſchwege, beſuchte von 58 59 die Präparandenſchule, bis 62 das Seminar zu Homberg, wurde dann daſelbſt Seminar⸗ hülfslehrer und von 6466 Privatlehrer an der vorhinnigen Köſter'ſchen Privatſchule hierſelbſt. Vom 1. IV. 66 bis zu ſeinem am 16. II. 87 erfolgten Tode war er an unſerer Schule thätig. Heimerich, Johannes, geboren zu Sondheim im Kreis Homberg am 21. Juli 1841, beſuchte von 5758 die Präparandenſchule und von 5961 das Schullehrerſeminar zu Homberg, wurde 15. IV. 52 beauftragter und 9. X. 66 def. angeſtellter Elementarlehrer. 22. X. 72. Sein Nach⸗ folger wurde Bach.

2. Heinemann, Karl, geboren am 24. Januar 1845 zu Rhoden im Waldeckſchen, beſuchte von O 61

bis dahin 63 das Seminar in Eiſenach, beſtand 1. IX. 63 die erſte Prüfung für Volksſchullehrer in Korbach, 16. VI. 69 daſelbſt die zweite Prüfung und 9. VI. 74 zu Kaſſel die Prüfung für Mittelſchullehrer. Von X. 63 bis XII. 64 hielt er ſich Sprachſtudien halber in Genf auf, war vom 1. I. 65 bis 1. I. 67 Lehrer an einem Inſtitut für Franzoſen und Engländer in Odenkirchen in der Rheinprovinz, von Neujahr 1867 bis O 70 Lehrer in Goddesheim im Waldeckiſchen, von 70 ab Lehrer an der hieſigen Siebert'ſchen Privatſchule und wurde 1. X 76 beauftragter Reallehrer. 0 82 wurde er an die Bürgerſchule J verſetzt, H 88 an die Neue R und ging O 91 an die Mädchen⸗ mittelſchule über. Für ihn trat Zimmermann hier ein.

3. Dr. Heppe, Heinrich Ludwig Julius, geboren zu Kaſſel am 30. März 1820, trat 1835 in die

Tertia des hieſigen G ein und abſolvirte dasſelbe 1839. Er ſtudirte in Marburg Theologie und wurde nach abgelegten theologiſchen Prüfungen Pfarrgehülfe(Hülfsprediger an der Martinskirche) in ſeiner Vaterſtadt. In dieſe Zeit fällt ſeine Wirkſamkeit als Religionslehrer der R. Auf Grund der dissertatio inauguralis de loco Evang. Lucae XVI, 19 erhielt er 1844 von der Univerſität Marburg die Doctorwürde.

Von ſeinen überaus zahlreichen Werken, welche hauptſächlich dem Gebiete der Kirchengeſchichte und Dogmatik angehören, ſeien hier nur folgende erwähnt: Die Reſtauration des Katholicismus in Fulda. Marburg 1850.. Geſchichte des deutſchen Proteſtantismus. Ebenda, 4 Bde. Geſchichte des deutſchen Volksſchulweſens. Ebenda 1857 59, 5 Bde. Das Gelehrtenſchulweſen im Mittelalter. Gotha 1862. Denkſchriſt über den Untergang des kurheſſiſchen Staates. Marburg 1866. Phil. Melanchthon, der Lehrer Deutſchlands. Neuruppin 1867. Kirchengeſchichte beider Heſſen. 2 Bde. Marburg 1876.(Enth. auch Vieles aus der Schulgeſchichte).

Dr. Herwig, Karl, geboren am 25. Februar 1806 zu Eßlingen in Württemberg, als ein Sohn des dortigen Dekans H. Er beſuchte das G zu Stuttgart und trat dann in das theologiſche Stift zu