Aufsatz 
Statistische Rückschau auf 100 Semester Realschule in der Hedwigstrasse zu Kassel
Entstehung
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Diſſel, Georg, war kurze Zeit, vom Mai 43 bis 31. XII. 43, Hülfslehrer der franzöſiſchen Sprache.

Sein Nachfolger wurde Leviſeur.

2. Eberhard, Ludwig, geboren am 6. April 1840 zu Lippoldsberg im Kreis Hofgeismar, beſuchte zuerſt

die Präparandenſchule in Homberg, von 57 bis 60 das dortige Seminar, legte 1862 die praktiſche Lehrerprüfung ab und 1870 die Turnlehrerprüfung in Berlin. Nachdem er folgeweiſe in Volkmarſen (1860), Waldeck(1861), Eſchwege, Netra, Ehrſten, Breuna, Kaſſel, Vaake und Breitenbach(1862 bis 63) als Lehrer thätig geweſen, kam er 1865 an die hieſige Töchterſchule, 17. XI. 74 an die Vorſchule der HB. O 1882 wurde er, nach Eingehen unſerer Vorſchule, zur Bürgerſchule 3 ver⸗ ſetzt und iſt 1888 geſtorben, nachdem er zwei Jahre vorher in den Ruheſtand getreten war. Feitel, Johannes, kath. Conf., geb. am 23. October 1842 zu Hochlar bei Recklinghauſen in Weſt⸗ phalen, erhielt(H 55 bis dahin 64) ſeine erſte wiſſenſchaftliche Vorbildung auf dem G dieſer Stadt, leiſtete nach beſtandenem Abiturientenexamen ſein Militärjahr ab und bezog dann die Univerſität Löwen(Belgien), wo er bis zum Ausbruch des Krieges von 1866 blieb. Dieſen machte er in der Mainarmee mit. H 67 beſuchte er die Akademie zu Münſter, wurde 1870 abermals zu den Fahnen einberufen und kämpfte mit gegen Frankreich. 27. XI. 71 beſtand er an der Akademie zu Münſter die Prüfung pro fac. in den neueren Sprachen, Deutſch und Latein und trat an der dortigen R I. O als Probecandidat ein, von wo er O 72 an die R zu Eſchwege berufen wurde. H 75 trat er bei uns ein. 6. XI. 80 wurde er zum Oberlehrer befördert. Er iſt Inhaber des Erinnerungs⸗ kreuzes von 1866, der Kriegsdenkmünze von 187071, beide für Combattanten, und der Landwehr⸗ dienſtauszeichnung vom 10. XI. 76.

Schriften: Siehe unter II, 1883.. Dr. Fennel, Ludwig, geboren am 12. Juli 1861 zu Kaſſel, vorgebildet auf dem hieſigen RG und der Gewerbeſchule, ſowie auf dem mit dem Friedrich⸗Wilhelms⸗Gymnaſium zu Köln verbunden geweſenen RG, ſtudirte von H 81 ab zu Göttingen, Berlin und Marburg Mathematik und Natur⸗ wiſſenſchaften. An letzter Univerſität legte er 5. XI. 86 die Facultätsprüfung, und 16. I. 88 das Rigoroſum ab. Von H 86 bis H 87 Probandus, von O 8s bereits mit Verſehung einer Lehrer⸗ ſtelle beauftragt, wurde er O 89 als ord. Lehrer angeſtellt. Er ſchrieb:

Ueber die Bewegung eines feſten Körpers in einer tropfbaren Flüſſigkeit. Inaug⸗Diſſert. Marburg 1888.

Flach, Julius, geboren am 23. Januar 1861 zu Kaſſel, beſuchte, nachdem er die hieſige R I. O

abſolvirt hatte, die Univerſitäten Berlin und Marburg von H 80 bis H 85. 20. XI. 85 beſtand er die Facultätsprüfung zu Marburg in der modernen Philologie und wurde O 1886 der R als Probandus überwieſen. Nach Ableiſtung ſeines Probejahres genügte er ſeiner Militärpflicht und trat am 1. IV. 8s8 als unbeſoldeter wiſſenſchaftlicher Hülfslehrer wieder hier ein, 27. V. 89 erhielt er ein Commiſſorium an der R zu Wiesbaden und vertritt jetzt einen erkrankten Lehrer in Biedenkopf.

Flücken, Wilhelm Servatius, kath., geb. 30. IV. 35 zu Jüchen, im Kreis Grevenbroich, Reg.

Bez. Düſſeldorf. Er übernahm an Kaplan Höſink's Stelle am 1. XII. 72 den katholiſchen Religions⸗ unterricht und ertheilte denſelben, bis er am 25. IV. 73 durch Kaplan Hoffmann erſetzt wurde. Er iſt am 16 I. 82 hier in Kaſſel als Diviſionspfarrer geſtorben.

Franz, Heinrich, geboren am 17. März 1856 zu Holzhauſen, Kreis Frankenberg, beſuchte von 1870 bis 74 die HB zu Marburg, dann von 74 76 die R I. O zu Siegen. Auf den Univerſitäten zu Marburg, Gießen und Berlin lag er dem Studium der neueren Sprachen, Geſchichte und Geographie ob, beſtand am 20. I. 80 in Marburg das Facultätsexamen und wurde, nachdem er noch eine Zeit als Hauslehrer thätig geweſen war, 30. III. 81 der R als Probecandidat überwieſen, aber ſchon 19. V. 81 mit Verſehung einer Lehrerſtelle beauftragt. Im Herbſt des folgenden Jahres nahm er eine ord. Lehrerſtelle am Rpg zu Hofgeismar an. An ſeine Stelle trat Sunkel.