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ſelben wieder aus, um auf den Spielplatz, der, wie erwähnt, vor dem Gebäude liegt, zu gelangen.
Die Gebälke der einzelnen Stockwerke ſind doppelt geſpundet und über Kreuz geſtackt, um ein Werfen der Balken leichter zu verhüten und eine beſſere Spannung zu erzielen.
Der Hörſaal für Phyſik und Chemie erhält eine treppenartige Aufſteigung, ſo daß jede Sitzreihe um 0,125 Meter gegen die vorliegende erhöht iſt, um den Schülern den vollen Anblick des Experimentirtiſches beſſer zu ermöglichen.
Die Treppenläufe ruhen auf eiſernen Tragbalken, welche auch den Po— deſten als Unterlager dienen, und ſind dieſe Balken einerſeits in die Umfaſſungs— mauern eingelegt, andernſeits mit gußeiſernen Säulen, welche in den Winkeln der Treppenläufe aufgeſtellt werden, durch Laſchen feſt verbunden und ruhen hier außerdem auf paſſenden Unterlagen, welche den Säulen angegoſſen ſind.
Die Trittſtufen werden auf den Wangen aufgeſattelt, um ausgetretene Tritte leicht auswechſeln zu können. Das Geländer, aus eiſernen Stäben mit Handgriff von Eichenholz beſtehend, wird an die Außenſeite der Wangen be— feſtigt und erhält jeder Treppenlauf noch einen etwa 0,25 Meter über dem Hand⸗ griff des Geländers und mit dieſem gleichlaufenden Rundſtab von Eiſen, um das ſonſt leicht verſuchte Herabrutſchen der Schüler auf dem Geländer zu ver— hindern. Das Conferenzzimmer iſt, da es auch zugleich der Verſammlungsort ſowie die Garderobe für die Lehrer bildet, des bequemen Zugangs wegen in den Parterreſtock verlegt, wogegen das Zimmer des Direktors in den Mittelpunkt des Gebäudes im erſten Stock des Mittelbaues gelegt wurde und damit in Ver— bindung ſtehend das Zimmer für die unter der Controle des Direktors ſtehende Bibliothek. Ebenſo iſt nahe dabei der Raum für Aufbewahrung von Samm— lungen, Karten ꝛc.
Im zweiten Stock befindet ſich der zukünftige Beichenſaal nach der Nord⸗ ſeite zu gelegen. Hier erhalten nur die älteren Schüler Unterricht und ſind die Sitze hier einzeln, aber an für je 6 Schüler gemeinſchaftlichen breiten Tiſchen. Hiermit in Verbindung ſteht ein kleiner Raum, welcher die unter Verſchluß des Lehrers befindlichen Modelle, Vorlagen ꝛc. aufnimmt. Die beiden Carcer im erſten und zweiten Stock erhalten doppelten Abſchluß, um eine ſonſt mögliche Communication der Arreſtanten mit den übrigen Schülern zu verhüten.
Die Mitte des zweiten Stocks nimmt auf deſſen ganze Tiefe die Aula ein, welche von beiden Flügeln aus zugänglich iſt.
Um bei Feſtlichkeiten einen noch größeren Raum zu gewinnen, ſind die beiden anſtoßenden Lehrzimmer durch je zwei breite und faſt bis zur Decke der Nebenzimmer reichende Oeffnungen damit verbunden, welche für gewöhnlich durch mehrtheilige Thüren, die beim Oeffnen zuſammenlegbar ſind, geſchloſſen bleiben. Die Aula erhält eine Stockhöhe im Lichten von 5,25 Meter.
Die Koſten für den ganzen Bau, excl. des einen noch nicht zur Ausführung beſtimmten Flügels, in den Plänchen ſchraffirt angedeutet, ſtellen ſich hiernach auf 72000 fl.—(ohne Mobiliar). Auf dem vor dem Gebäude gelegenen und, wie ſchon erwähnt, ſehr großen Spielplatz, welcher als früherer Garten eine größere Anzahl hochſtämmige ältere Bäume beſitzt, wird noch ein beſonderer Bau, die Ab⸗ tritte mit Piſſoir fuͤr die Schüler enthaltend, aufgeführt, auch iſt die Errichtung einer größeren Turnhalle auf dieſem Platz bereits beſchloſſen. Zur Orientirung be— merke ich noch, daß das Gebäude mit ſeiner Hauptfront nach Oſten zu liegt.


