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Die Heizkanäle münden 1,5 Meter über dem Fußboden der zu erwär⸗ menden Räume aus, da eine tiefere Lage leicht ein Aufwirbeln der auf dem Fußboden lagernden Staubtheile verurſachen könnte. Die Ventilationskanäle haben je zwei Verbindungen mit dem betreffenden Raum, eine zunächſt dem Fußboden, durch welche im Winter die verdorbene Luft abgeführt wird und eine nächſt der Decke, welche im Sommer zum Abzug der erwärmten Luft dient, wo— gegen dann durch den nicht erwärmten Heizkanal friſche kältere Luft zuſtrömt.
Alle dieſe Oeffnungen der Kanäle erhalten beliebig verſtellbare Schieber. Zur Erneuerung der Luft in den Schulräumen wird von außen durch gemauerte Schachte Luft den Heizkammern zugeführt, welche innerhalb der Kellerräume in dicht geſchloſſenen Kanälen geleitet iſt, um auch hier einer Vermengung mit der Kellerluft vorzubeugen.
Der Zutritt zu den Heizkammern findet in dem Inneren des Gebäudes unterhalb der Stockwerkstreppen ſtatt. Sämmtliche Feuerungen liegen an dem Hauptgang und ſind ſo leicht zugänglich.
Das ganze Gebäude iſt im Souterrain und Parterreſtock von Sandſtein⸗ bruchſteinen, in den übrigen Stockwerken von Feldbackſteinen ausgeführt und wird verputzt. Der Sockel bis zur Fußbodenhöhe, alle Einfaſſungen, Gurten ſowie die übrigen profilirten Theile des Mittelbaues und die Sockel, Poſtamente und Säulen der Vorhalle und Treppenhäuſer ſind aus Sandſteinquadern, nur die Pilaſterkapitäle des Mittelbaues ſind von Cement, in der Cementwaarenfabrik von Dyckerhoff& Widmann in Bibrich am Rhein gefertigt, und die Ka⸗ pitäle im Innern des Gebäudes von Stuck.
Das Souterrain hat mit Rückſicht auf die Aufſtellung der Heizapparate eine Stockhöhe von 3,5 Meter erhalten und iſt durchgehends mit Kappen, über dem Laboratorium und den Heizkammern zwiſchen eiſernen Tragbalken überwölbt.
Zur Abhaltung der ſonſt in den Mauern aufſteigenden Erdfeuchtigkeit ſind dieſe etwa 0,5 Meter über der Terrainhöhe mit Asphaltdachfilz auf ihre ganze Breite abgedeckt. Der Raum für das Laboratorium iſt außerdem mit einer Futter⸗ mauer umſchloſſen, welche in einem lichten Abſtand von 0,5 Meter von der Umfaſſungsmauer des Gebäudes aufgeführt iſt. Dieſer Zwiſchenraum machte auch die Anlage größerer Fenſter, welche bis unter die Terrainhöhe reichen, und eine vollſtändige Erhellung dieſer Arbeitsräume möglich.
Die zum Laboriren beſtimmten Räume erhalten theils Holzboden, theils Cementgußboden, die Kellerräume werden mit Backſteinen geplattet.
Der Bauplatz, ein etwa 80 Are großer Garten in Mitte der Stadt, hat eine etwas tiefere Lage wie die ihn umgebenden Straßen, dieſes, verbunden mit dem hohen Stand des Grundwaſſers, erforderte wegen der Entwäſſerung eine Sockelhöhe, welche nach der nöthigen Auffüllung und Planirung des vor dem Gebäude befindlichen Spielplatzes noch uͤber dieſer neuen Terrainhöhe etwa 2,0 Meter beträgt und 11 Tritte zur Beſteigung des Parterreſtocks nöthig machen. Von dieſen liegen 5 nach außen und 6 im Innern der Vorhalle zwiſchen den Poſtamenten der doppelten Säulenſtellung. Die Vorhalle erhält Kreuzgewölbe zwiſchen halbkreisförmigen Gurten. Der Boden wird mit Cementgußſteinen in Muſter geplattet, die übrigen Gänge des Parterreſtocks erhalten Cementgußböden.
Die Vorhalle iſt durch Glasthüren geſchloſſen und kann, da die nach dem hinteren Hof aufgehenden Thüren für gewöhnlich geſchloſſen ſind, kein Zug ent— ſtehen. Die Schuͤler treten nur durch die Glasthüren ein und auch durch die—


