Aufsatz 
Das neue Realschulgebäude mit 5 Plänen
Entstehung
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Um möglichſte Ordnung auf den Treppen bei dem Abgang der Schüler nach dem Schluß des Unterrichts zu erzielen, iſt die Theilung des einen Treppen laufs in jedem Stock vorgeſehen und der ungetheilte Lauf in größerer Breite angelegt.

3 Die Vertheilung der einzelnen Räume auf die Stockwerke iſt, wie aus den angehefteten Skizzen zu erſehen, folgende:

Der Parterreſtock enthält eine geräumige Vorhalle, das Portierzimmer, den Hörſaal für Phyſik und Chemie nebſt den Räumen für chemiſche und phy ſikaliſche Apparate, das Conferenzzimmer, 2 Appartements, ſowie die Lehrzimmer der Vorbereitungsſchule.

Der erſte Stock. Das Zimmer des Direktors, die Bibliothek, ein Zimmer zur Aufſtellung von Sammlungen, einen Carcer, 2 Appartements, ſowie die Lehr⸗ zimmer für die unteren Realklaſſen.

Der zweite Stock. Die Aula, den Saal für Freihandzeichnen mit Modell kammer, einen Carcer und die Lehrzimmer der oberen Realklaſſen.

An den Entwurf des Planes wurde noch die Aufgabe geſtellt, ſämmtliche Eingangs genannte Räume zwar darin vorzuſehen, jedoch eine Anzahl Lehrzimmer als vorläufig noch nicht nöthig, nicht zur Ausführung zu bringen.

Durch die Anordnung der hinteren Flügel, deren jeder 3 Lehrzimmer ent hält, wurde dieſes ermöglicht und iſt auch der eine Flügel noch gar nicht zur Ausführung beſtimmt, der andere nur im Rohbau auszuführen genehmigt, ſo daß hier je nach Bedürfniß leicht eine Klaſſenvermehrung nur durch den inneren Ausbau eines Lehrzimmers erreicht wird.

Da die Zahl der bereits beſtehenden und nach Beziehung der neuen Schule zu errichtenden Klaſſen zuſammen 16 beträgt, ſo hat vorläufig eine Ein⸗ ſchränkung in der Weiſe ſtattzufinden, daß der Unterricht im Zeichnen in die Aula verlegt und der Saal für Freihandzeichnen durch Einziehen einer Wand in zwei Klaſſenzimmer getheilt wird.

Um die Koſten für den Bau möglichſt zu mindern, mußte derſelbe in ein facher Weiſe ausgeführt werden. Doch wurde dabei, ſoweit thunlich, den An forderungen, welche man jetzt an ein gut eingerichtetes Schulhaus ſtellt, Rech nung getragen.

Einige Andeutungen über die Ausführung erlaube ich mir noch zuzufügen. Die Annehmlichkeiten von Centralheizungen bei Schulgebäuden, welche das An heizen der Oefen in den einzelnen Klaſſenzimmern, die dadurch oft unvermeid lichen Störungen des Unterrichts, die Erzeugung von Staub und Schmutz in den Schulräumen durch das Brennmaterial, die Aſche ꝛc. ꝛc. ausſchließt, war für die Wahl derſelben beſtimmend. Das ganze Gebäude hat Luftheizung, welche von 5 paſſend vertheilten Oefen ausgeht.

Die geringe Leitungsfähigkeit erwärmter Luft in horizontaler Richtung läßt dieſe Anordnung nöthig erſcheinen, um den Heizkanälen, welche die warme Luft den einzelnen Räumen zuführen, eine möglichſt gleichmäßig anſteigende Richtung geben zu können. Von dieſen Oefen, welche die in Einrichtung von Luftheizungen rühmlichſt bekannte Maſchinenfabrik von J. H. Reinhardt in Mannheim liefert, werden vorläufig drei aufgeſtellt, ein vierter kommt dann zur Aufſtellung, wenn der eine Flügel auch im Innern ausgebaut und benutzt werden ſoll.

In Verbindung mit der Luftheizung findet die Anlage von Ventilations kanälen ſtatt, deren jeder benutzte Raum ebenfalls einen beſitzt.