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Vom 13. bis 25. Juni war der Hülfslehrer Dr. Pulch zu einer militäriſchen Dienſt⸗ leiſtung nach Hannover einberufen..
Am 17. Juni machten alle Klaſſen unter Führung ihrer Lehrer Turnfahrten nach Pyrmont, dem Steinhuder Meer, den Bückebergen, und verſchiedenen Punkten der Weſerberge.
Die Sommerferien dauerten vom 4. bis 31. Juli.
Vom 9. bis 13. Auguſt fand die ſchriftliche und am 1. September unter Vorſitz des Herrn Provinzial⸗Schulrats Dr. Lahmeyer die mündliche Entlaſſungsprüfung ſtatt, bei der ein Oberprimaner das Zeugnis der Reife erhielt.
Freitag den 2. September wurde das Sedanfeſt durch einen Schulaktus gefeiert, bei dem Hülfslehrer Dr. Pulch die Feſtrede hielt. Nachmittags zogen Lehrer und Schüler unter Vorantritt eines Schüler⸗Trommler⸗ und Pfeiferkorps ſowie des Gymnaſiaſten⸗Muſikkorps nach dem Walde am Fuße der Luhdener Klippe; auch die Eltern und Angehörigen unſerer Schüler beteiligten ſich zahlreich an dieſen Ausfluge.
Die Michaelisferien dauerten vom 26. September bis zum 8. Oktober.
Die Kandidaten Mosheim und Dr. Suchier, deren Probejahr zu Michaelis beendet war, blieben auch in dem Montag 10. Oktober eröffneten Winterſemeſter an der Anſtalt, nach⸗ dem das Kgl. Provinzial⸗Schulkollegium auf ihr Anſuchen genehmigt hatte, daß ſie unentgeltlich weiter beſchäftigt würden. Ebenſo wurde dies dem zu Oſtern 1887 abgegangenen Kandidaten Boſſe genehmigt. Dieſelben übernahmen Lehrſtunden, die im Unterrichtsverteilungsplan dem Prorektor Dr. Suchier, dem Gymnaſiallehrer Berlit und dem Gymnaſiallehrer von Kamptz zugewieſen waren, in der Seite 19 erſichtlichen Weiſe. Zur Ableiſtung des pädagogiſchen Probe⸗ jahres traten neu ein die Kandidaten Dietz*) und Gutheil.“*) Gymnaſiallehrer Berlit ſah ſich durch ein Halsleiden gezwungen, für die erſten 14 Tage nach den Michaelisferien vom Kgl. Provinzialſchulkollegium Urlaub zu erbitten. Er unterzog ſich während dieſer Zeit in Bremen einer ſehr glücklich abgelaufenen Operation, konnte indeſſen nach ſeiner Rückkehr doch nur nach und nach ſeine Lehrſtunden wieder aufnehmen. Auch außerdem verurſachten Krankheitsfälle im Winterſemeſter öftere Störungen im Unterrichtsbetriebe.
Montag 31. Oktober wurde nachmittags 3 Uhr der Unterricht geſchloſſen und darauf in der Aula die Feier des Reformationsfeſtes und des Stiftungsfeſtes unſerer Anſtalt in her⸗ kömmlicher Weiſe durch Geſang, Gebet und Anſprache des Religionslehrers, Hülfslehrers Schöbe, begangen.
*) Ernſt Dietz, geboren am 2. Mai 1863 zu Lispenhauſen bei Rotenburg a. d. Fulda, beſuchte von Oſtern 1876 bis Michaelis 1882 das Gymnaſium zu Hersfeld. Darauf ſtudierte er zu München, Berlin und Marburg klaſſiſche Philologie und Geſchichte. Nachdem er am 29. Juli 1887 das Examen pro facultate docendi zu Mar⸗ burg beſtanden hatte, wurde er vom Kgl. Provinzial⸗Schulkollegium zu Kaſſel zur Ableiſtung ſeines pädagogiſchen Probejahres vom 1. Oktober 1887 ab dem Kgl. Gymnaſium zu Rinteln überwieſen.
**) Karl Gutheil, geboren am 10. Juni 1863 zu Hanau, beſuchte von Oſtern 1873 an das Rinteler Gymnaſium und wurde von dieſem am 22. März 1882 mit dem Reifezeugnis entlaſſen. Er ſtudierte hieranf in Marburg, München und Berlin Geſchichte, Wesxraphie und klaſſiſche Sprachen. Vom Kgl. Provinzial⸗Schulkollegium zu Kaſſel wurde er vom 12. Oktober 1887 an behufs Ableiſtung des pädagogiſchen Probejahres dem Gymnaſium zu Rinteln auf ſeinen Wunſch überwieſen und beſtand am 25. November desſelben Jahres zu Marburg die Prüfung pro facultate docendi.


