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Der Band, deſſen Überzug das Blatt bildete, enthält zwei deutſche Bücher, Baſ. Faber, von den letzten hendeln der Welt, Leipzig 1594 und G. Nicrinus, vom Cheſtand, Urſel 1585, und gehörte um 1600 einem Franciscus Völckerling Brunsuicensis.
Dann kommen zahlreiche Stücke von Miſſalien pom 11. Jahrh. an, zum Teil prächtig gefchrieben, mit reichen Initialen, Neumen und Noten, auch Blätter, die nur Hymnen enthalten, z. B. Virginis proles opifexque matris virgo quem gessit peperitque virgo etc.— Urbs beata iherusalem dicta pacis mansio etc.— Katherine collaudemus virtutum insignia etc.— Aue katherina mater et regina etc.— Auch Bruchſtücke lateiniſcher Predigten finden ſich. Wohl aus einem Miſſale ſtammt ein Stück eines Kalenders, auf deſſen einer Seite die Tage vom 1.—11. Dezember mit den Heiligen u. ſ. w. verzeichnet ſind, während auf der andern Seite ſich eine Tabelle befindet, über der als Rubriken die Jahreszahlen von 1084—1584 in Zwiſchenräumen von 28*) verzeichnet ſtehen.
Augustini confessiones IX, 11 und 12(ed. Lugdun. fol. 1586 vol. I. p. 68) von it febribus. et cum egrotaret quodam die— luctusque soluat anxios. Atque inde pau— iſt der Inhalt eines Quartblattes etwa aus dem 14. Jahrh.
Von den franzöſiſchen Fragmenten enthält das kleinſte in ſehr ſchöner Schrift aus dem Ende des 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts geiſtliche Proſa, das andere etwas jüngere und größere iſt weniger ſchön geſchrieben und ſcheint aus Gerichtsakten zu ſtammen. Das erſtere Blatt fand ſich im Einband eines Wittenberger theologiſchen Buches s. 16, das zweite in dem von Guevara, l'horloge des princes. Paris 1588. 120.
Das einzige deutſche Blatt, 30 cm. hoch und 20 breit, iſt im 17. Jahrhundert(wohl in Gießen**) zum Einband von Kippingi recensus antiquitatum romanarum. Bremae 1664 be⸗ nutzt und dabei leider an einer Seite auch ein Stück Text mit abgeſchnitten worden. Da der Inhalt für heſſiſche Geſchichte nicht ganz unintereſſant iſt, will ich ihn, ſoweit er ſich leſen läßt, hier abdrucken. Die Schrift gehört dem Ende des 15. Jahrhunderts an, iſt ziemlich abgeblaßt, auf der ehemaligen Außenſeite des Einbandes(Vorderſeite des Blattes) überdies ſehr abgerieben und daher nicht mehr vollſtändig lesbar. Die Vorderſeite zeigt oben in der Mitte die rot geſchriebene Blattzahl XXXVIII. Die in dem Schriftſtück genannten Perſonen laſſen ſich meiſt in der letzten Hälfte des 15. Jahrhunderts nachweiſen, von welchem Handel die Rede iſt, habe ich bis jetzt nicht feſtſtellen können.
*) D. h. 1084, 1112 u. ſ. w. bis 1560, darauf 1584.
*) J. Kahler 1668 ſteht auf dem Titelblatt geſchrieben. Damals war J. Kahler, der ſpätere Rinteler Profeſſor, in Gießen. 1
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