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und bedeutungsvoller als die Geschichte“,„αιοσναενω‿ π⁹⁶³αμαωνινιασιιτεαμοων εαυισυι επσπαιναέας riv, heraus.“)— Welche Förderung für seine dichterische Ausbildung sich Schiller vom Studium der Alten versprach, zeigt zum ersten Mal aufs klarste ein Brief vom 30. August 1788 an Körner, wo es heißt:„Ein anderes Sujet habe ich schon seit einem halben Jahre im Kopfe... Es ist einer griechischen Manier fähig, und ich werde es auch in keiner anderen ausarbeiten. lch lese jetzt fast nichts als Homer. lch habe mir Voßens Uber- setzung der Odyssee kommen lassen, die in der Tat ganz vortrefflich ist; die Hexa- meter weggerechnet, die ich garnicht mehr leiden mag; aber es weht ein so herzlicher Geist in dieser Sprache, dieser ganzen Bearbeitung, daß ich den Ausdruck des Ubersetzers für kein Original, wäre es noch so schön, missen möchte. Die Iliade lese ich in einer prosaischen Ubersetzung. In den nächsten zwei Jahren habe ich mir vorgenommen, lese ich keine modernen Schriftsteller mehr.... Keiner tut mir wohl; jeder führt mich von mir selbst ab, und die Alten geben mir jetzt wahre Genüsse. Zugleich bedarf ich ihrer im höchsten Grade, um meinen eigenen Geschmack zu reinigen, der sich durch Spitz- findigkeit, Künstlichkeit und Witzelei sehr von der wahren Simplizität zu entfernen anfing. Du wirst finden, daß mir ein vertrauter Umgang mit den Alten äußerst wohltun,— vielleicht Klassizität geben wird. lch werde sie in guten Ubersetzungen studieren— und dann— wenn ich sie fast auswendig weiß, die griechischen Originale lesen. Auf diese Weise getraue ich mir spielend griechische Sprache zu studieren.— Seine Vorliebe für Plutarch zeigt eine Reihe von Briefen aus dieser Zeit. An Lotte v. Lengefeld, seine spätere Gattin, schreibt er den 20. August 1788:„lch habe das Leben des Pompejus im Plutarch gelesen, das mir große Gefühle gegeben hat, und den Entschluß in mir erneuerte, meine Seele künftig mehr mit den großen Zügen des Altertums zu nähren. An dieselbe schreibt er den 20. November 1788:„Es ist brav, daß Sie dem Plutarch treu bleiben. Das erhebt über diese platte Generation und macht uns zu Zeitgenossen einer bessern, kraft- vollern Menschenart.“ An Körner den 20. November 1700 schreibt er, daß er sich schon seit anderthalb Jahren mit der ldee trage, einen deutschen Plutarch herauszugeben. Er rühmt an diesem Schriftsteller die kleinen und nicht schwer zu übersehenden Abhandlungen, die kunstmäßige Darstellung, die philosophische und moralische Behandlung. Auch sei die Wirkung auf das Zeitalter nicht leicht zu verfehlen. jedes jahr hoffe er„mit aller Lust und Reife“ zwei kleine Bändchen fertigzustellen. Es sei interessant für den Gelehrten und die Lesewelt, für das Frauenzimmer und die Jugend.— Wenn auch dieser Plan Schillers nicht verwirklicht wurde, so hat er doch einen guten Anlauf dazu genommen. Am 19. Dezember 1700 schreibt er darüber an Körner:„Mich freut, daß Dir mein deutscher plutarch gefällt. Gewiß ist dies die Arbeit, die auf mich wartet, wo alle Krafte meiner Seele Befriedigung finden werden.“
Als er mit den Schwestern Lengefeld Homerstudien macht, ahmt er mit Scherz und Laune Homers Sprache nach, so als er Ende August 1788 an Lotte schreibt:„Wie haben Sie denn heute Nacht in Ihrem zierlichen Bette geschlafen? Und hat der süße Schlaf lIhre lieben, holden Augenlider besucht? Sagen Sie mir's in ein paar geflügelten Worten; Was macht Ihre Schwester? Klappert der Pantoffel schon um ihre zierlichen Füße, oder liegt sie noch im weichen, schön geglätteten Bette??— Noch später gedenkt er gern der Zeit, wo sie sich in der Familie Lengefeld um der erfindungsreichen Odysseus versammelten.
¹) Poetik, Kap. 9.


