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die ihm sein Brot lieferten, erhalten werde(Par. 39, 14). Auf einen andern jüngeren Bruder des Ptolemäus, den Apollonius, bezieht sich auch das Gesuch, das jener 162 an den Unterkassenverwalter Sarapion richtete(Lond. XXI[V)). Er hatte in einem früheren Gesuch seinen Bruder der Fürsorge des Beamten empfohlen und ihn als den bezeichnet, der für den Unterhalt zu sorgen habe ¹). Nun aber sei sein Bruder von ihm weggerissen worden und könne sich daher auch der Zwillinge nicht mehr annehmen(Lond. XXIV], 20 ff.). Der Zusammenhang ist nicht mehr ganz deutlich zu erkennen. Jedenfalls ist soviel sicher, daß Ptolemäus durch jenen Umstand selbst Schaden erlitten hat und daß er um eine Anweisung an den Verwalter (Ein) Mennides bittet, damit der für die nötigen Lieferungen sorge. Dieser Apollonius ist jedenfalls derselbe, den wir 156 als z τονοο im Sarapeum finden und der in diesem Jahre sich bei dem Strategen Posidonius wegen der oben mitgeteilten Mißhandlungen, die er von den Brüdern des Pastetenbäckers erfahren hat, beklagt. Auf diesen Bruder bezieht sich auch dus interessante Gesuch des Ptolemäus, das in Lond. XXIII(II) erhalten ist. Das Gesuch stammt aus dem Jahre 158 v. Chr. Ptolemäus berichtet darin, daß sein Vater in den Zeiten des Bürgerkrieges sein Leben verloren und den Bittsteller mit seinem jüngeren Bruder zurück- gelassen habe. Er selbst befinde sich bereits 15 Jahre in der zaroh und sei nun, weil er kinderlos sei, gezwungen, seinem Bruder zu einer militärischen Stelle zu verhelfen, damit er selbst sich als zετοοο anständig durchschlagen könne. Er bitte daher mit Rücksicht auf die lange Dauer seiner zaro-=-- seinen Bruder in die Compagnie des Dexilaus einzureihen und ihm den Sold und die Rationen zu geben, die die andern Soldaten erhielten. Es scheint, daß der Bruder gewissermaßen nur à la suite geführt werden soll und daß die ganze Sache nur ein Scheinact ist, durch den sich Ptolemäus ein festes Einkommen verschaffen will. Soviel geht jedenfalls daraus hervor, daß die beiden Brüder hier in einem gemeinsamen Haus- halte zusammen lebten ²).
Nicht ganz deutlich ist die Rolle, die ein gewisser Harmais³) spielt(Lond. XXXIVrIXV)). Er richtete an den Strategen Dionysius ein Gesuch, ihm gegenüber einer Frau aus Memphis, deren Töchterchen Tathemis im Sarapeum weilte, und für das die Mutter 1300 Drachmen bei ihm hinterlegt hatte, zu seinem Rechte zu verhelfen. Jene Frau, Nephoris mit Namen, habe ihm das Geld wieder abgenommen, um es für die Beschneidung und Ausstattung ihrer Tochter zu verwenden; wenn sie das bis zu einem gewissen Zeitpunkte nicht gethan hätte, werde sie ihm die Summe zurückgeben. Aber weder das eine, noch das andere sei geschehen. Die Tochter verlange nun das Geld von ihm, und er sei daher in arger Bedrängnis. Was dieser zaοeν% mit dem Aufenthalte der Tathemis im Sarapeum zu thun hatte, ist nicht deut- lich zu erkennen. Bemerkenswert ist übrigens die Bemerkung des Harmais, daß er vom Bettel lebe(Natcyta kat a* Sxatr Z. 3f.).
Aus dem im vorstehenden Erörterten ergiebt sich ein im ganzen ziemlich deutliches Bild von dem Wesen der zaroν. Jedenfalls sind sie nicht Priester im eigentlichen Sinne gewesen. Dennoch stehen sie mit dem Heiligtum in einer so engen Beziehung, daß man ihnen eine Wohnung in den mit den Heiligtume verbundenen Gebäulichkeiten anwies. Die Gründe, die den einzelnen zur εοmν trieben, konnten recht verschieden sein; in den uns erhaltenen Dokumenten war es in einem Falle, wie es scheint, eine lebensgefährliche Krank- heit, in andern vielleicht Armut. Die Dauer hing von dem Belieben des einzelnen ab; lange Dauer gab dem Betreffenden ein gewisses Anschen und unterstützte seine Bitten. Der zäτo*νοα
1) Awb(d. h. weil er mit seinem Bittgesuche für die Zwillinge so guten Erfolg gehabt hat) vab 00à Sot Cby KOiCoyrà Got αmφν εορmeσν ve⁶εν μο εανε△5ραν(S ff.).— 2) Vgl. darüber auch Brunet de Presle, Mémoire, p. 566 ss., wo auch(p. 567 s.) eine Ubersetzung des auf dieselben Verhältnisse gehenden vatikanischen Papyrus(Mai, Classici auctores V, p. 552 sqq.) gegeben ist. Doch hat Brunet im einzelnen manches schief dargestellt.— 3) Brunet de Presle, Notices p. 293 n. 3 nimmt an, daß der Par. 35, 19 genannte mit dem obigen identisch ist. Wahrscheinlich hat er darin recht.


