Aufsatz 
Mönchtum und Sarapiskult
Entstehung
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die Rede ist, die nicht Priester und doch z4ro⁷t waren¹). Bei Ptolemäus und bei den Zwillingen Thaes und Taus denn auch diese scheinen Par. 50, 14 als zετοσο bezeichnet- zu werden liegt die Sache also nicht so einfach. Sie waren Priester und Priesterinnen in dem«großen Sarapeum bei Memphis»; dazu befanden sie sich auch in der xετο*σm.

Es empfiehlt sich daher von den Fällen auszugehen, in denen uns die zaro be- zeugt ist, ohne daß die betreffenden Personen dem Priesterstande angehörten. Dadurch wird eine sonst leicht mögliche Konfusion am ersten vermieden und zugleich ein deutlicherer Be- griff vom Wesen dieser Institution ermöglicht werden. In zwei Urkunden, von denen sich die eine in Rom, die andere in London befindet, lernen wir einen z4ο*νο kennen, Namens Hephästion, der sich ebenfalls in dem Sarapeum in Memphis aufhielt. Die Umstände, unter denen er in das Sarapeum kam, lassen sich aus den beiden Briefen noch mit einiger Deutlichkeit erkennen. Der erste Brief lautet*):

«Dionysius grüßt seinen Bruder Hephästion.

Wenn du gesund bist und alles andere dir nach Wunsch geht, so wäre) das alles, was ich wünsche. Ich selbst bin auch gesund und vergnügt, auch die Kinder und Isias) und dein Kind und alle im Hause. Ich habe deinen Brief erhalten, in dem du mitteilst, daß du aus großen Gefahren errettet seist und daß du dich in zaros⁷ befindest, und danke) den Göttern dafür, daß du gesund bist. Ich wünsche aber, daß du wieder in die Stadt kommst, wie auch Konon und die übrigen....) Und Isias hat dein Kind, als es mit ihm zum äußersten gekommen war, mit allen Mitteln durchgebracht. Nachdem sie jetzt solche Zeiten durchgemacht hat, hofft sie], dich jetzt zu sehen und etwas aufatmen zu können. Denn du darfst durchaus nicht, nachdem du ſeben)] hinaufgegangen bist, dort bleiben, bis du etwas verdient hast und mitbringen kannst. Vielmehr sucht jeder, wenn er Gefahren entgangen ist, schnell nach Hause zu kommen, um seine Frau, Kinder und Freunde zu be- grüßen. Du wirst also gut thun, wenn dich nichts hindert, kurzer Hand zu versuchen, her- zukommen und für deinen Körper sorgen, damit du ganz gesund wirst. Leb wohl.» Datum:«Im ersten(9.?) Jahres), am 1. Epiphi». Die Rückseite trägt die Adresse:-An Hephästion.

Das zweite, offenbar bald darauf abgesandte Schreiben, das vielfach auch im Wort- laute mit diesem übereinstimmt, lautet):

«Isias[grüßt] Hephästion, ihren Gemahl.

Wenn du gesund bist und es dir im übrigen nach Wunsch geht, so ist das alles, was ich beständig von den Göttern erbitte. Ich selbst bin gesund, auch das Kind und alle im Hause denken fortwährend an dich. Deinen Brief habe ich von Horus erhalten, in dem du mitteilst, daß du dich im Sarapeum in Memphis in zaro=(h befindest. Dafür, daß es dir wohl geht, habe ich gleich den Göttern gedankt. Damit aber, daß du nicht kommst, nach- dem sich alle Verheißungen dort erfüllt haben(?), bin ich nicht zufrieden, weil ich mich und das Kind aus diesen Zeiten durchgesteuert habe und wegen des Getreidepreises in die

1) Man hat das übersehen, wenn man annahm, daß die dro-νο als solche priesterliche Funktionen ausgeübt hätten. Reuvens, Lettres à Mr. Letronne sur les papyrus bilingues et grecs(Leyde 1830), p. 85. Leemans, Papyri graeci Mus. gr. antiq. publ. Lugd.-Batav. I(1843), p. 7sq. Lucius, D. Therapeuten u. ihre Stellung in d. Geschichte d. Askese(Straßburg 1879), S. 201. 2) S. A. Mai, Classici auctores V(Rom. 1833), p. 601 sq. 3) Mai hat eipi; Lond. XLII(XVIII), 3(Kenyon p. 30) etnt; letzteres ist richtig, vgl. Par. 44, 2 u. a. 4) Isias ist die Frau des Hephästion. 5) Mai ⸗dναρμιοαο; Lond. richtig edyνοροταοον 6) Der Text ist hier beschädigt: ol dth-nr... v6tsg 5.. giebt Mai. Lond. XLII(XVIII) bringt keine Hülfe. Die Übersetzung des Folgenden ist daher auch nicht ganz sicher. 7) Im Text erevhe, was keinen Sinn giebt; denn offenbar ist Hephästion schon geraume Zeit von Hause weg. Die Lesungen Mais sind nicht ohne Fehler(vgl. Brunet de Presle, Notices p. 295, n. 2); möglicherweise hat er sich auch hier verlesen. Lond. XLII(XVIII) hilft auch hier nicht weiter. 8) Statt La liest Lond. XLII(XVIII) L.9. 9) Pap. Lond. XLII(XVIII) Forshall, Description, p. 46 ff. Kenyon, Catalogue of the Greek Papyri in the Br. Mus. I, 30. Besserer Text bei Deißmann, Bibelstudien, Marburg 1895, S. 209 f., bei dem die Lesungen von Wilcken, Gött. Gelehrte Anzeigen 1894, S. 722, verwertet sind.

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