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anzunehmen, dass in Folge der besonderen Vorliebe, mit der in den homerischen Gedichten die disjunctiven Fragesätze angewendet werden, diese disjunctive Form auch einmal an einer Stelle gebraucht worden sei, wo sie, wegen des Mangels eines ausschliessenden Gegensatzes, genau genommen nicht gerechtfertigt war.
b. Directe Doppelfragen mit— e und dem Conjunctiv(vergl.§. 7, 2) finden sich in den homerischen Gedichten nicht, was wohl nur zufällig ist, da dem Gebrauche des Conjunctivs, des Modus des Wollens, in solchen disjunctiven Sätzen principiell nichts entgegenstehen könnte. Unter den in§. 7 behandelten Doppelfragen ohne im ersten Gliede finden sich denn auch in- der That einige Beispiele mit dem Conjunctiv, und unter den später zu behandelnden Doppelfragen, die an ein Verbum sich anschliessen und daher gemeinhin als indirecte bezeichnet werden, kommen ziemlich viele mit dem Conjunctiv vor; sie werden später behandelt werden.
c. Als Beispiele mit dem Optativ habe ich aus der Ilias nur eins anzuführen: 190 H bJ „dò ⁴ο⁵ ⁴ι τπιι³ο, †ον οιωντ, örro zev ei Hé zeν dορνασσιο, 2τ³ασασσιεμνν τ— Ʒυιιρ, Obver 2pᷣꝗꝙνα, σ ε Tοαεασνων ςρν—νεαα Die Herausgeber fassen die beiden Glieder der Doppel- frage als einfache selbständige Fragesätze, wozu durchaus kein Grund vorhanden ist. Der Optativ steht in diesem Beispiel(ähnlich wie bei den§. 4 c. angeführten Beispielen ϑ 336 und 357) als. potentialis und zwar im ersten Gliede allein, im zweiten mit*εeν. Delbrück und Windisch(Synt. Forsch. p. 245) sehen diese Optative ebenso wie die in dem§. 4 c. erwähnten Beispiele als wün- schende Optative an, wie sie überhaupt als Grundbedeutung des Optativs die des Wunsches an- nehmen. Wenn sich nun auch nicht läugnen lässt, dass in einer grossen Anzahl von Sätzen der Optativ unzweifelhaft die Bedeutung des Wunsches hat, so finden sich doch auch sehr viele Bei- spiele, die von einer solchen Grundbedeutung des Optativs keine Spur zeigen, ja wo es sogar unmöglich ist, dieselbe anzunehmen(vergl. das oben§. 5 zu den Beispielen 9 336 und G 357 Gesagte). Eine solche Stelle ist die vorliegende. Der Wunsch könnte nämlich nur der Redenden, der Hera, angehören und es wäre auch wohl diese Auffassung bei dem r09οο möglich, wiewohl die Verbindung von Frage und Wunsch, die darin liegen würde, immerhin etwas Auffallendes hätte (vergl. oben§. 4 zu dem Beispiel 93), aber das zweite Glied ε τενν αe⁸e,ν⁷σἀαο να. macht es unmöglich, den Optativ des Wunsches anzunehmen, da natürlich Hera das doνεςσσσ nicht wünschen kann. Der Optativ zeigt vielmehr auch hier die Bedeutung der durch die Einbildungskraft vor- gestellten Möglichkeit, eine Bedeutung, die bei Homer überall als zu Grunde liegend erkannt werden kann und welche auch die so häufige wünschende Bedeutung des Optativs erklärt. Die Vorstellung einer Möglichkeit wird eben, sobald ein Interesse des Subjects an ihrer Verwirklichung vorliegt, zum Wunsche. Der reine Optativ ⸗ε⁴ι und der Optativ mit zeν(dοναα εεν) unter- scheidet sich hier kaum in der Bedeutung; vielleicht ist das deρνεκςα durch das zugefügte εν als der Verwirklichung näher stehend, d. h. als wahrscheinlicher bezeichnet. Ebenso zu beurtheilen ꝙ 197 H„e ⁴αeκνασπισσσ αeeCννοστνι1 dναmε


