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brücks unhaltbar machen. Noch habe ich die Ansicht meines verehrten Lehrers, Ludwig Lange's, zu erwähnen, der in der oben angeführten Schrift(der hom. Gebrauch von el) auf S. 121 gelegentlich Folgendes äussert: Die Partikel„ ist confirmativ und interrogativ und wird in letzterer Eigen- schaft auch in zweigliedrigen Fragen gebraucht, sowohl in directen als auch in indirecten. In ein- facher indirecter Frage und im ersten Gliede der indirecten Doppelfrage wird sie geschrieben, weil mit der Hypotaxis eine Veränderung des Tones verbunden war.— Im zweiten Gliede wird trotzdem geschrieben, weil dieses zweite Glied nicht als abhängig gefühlt wurde.“ Gegen diese Annahme Lange's spricht ausser dem weiter unten Erwähnten: 1. dass in einfachen indirecten Fragesätzen nicht anzunehmen ist, wie ich oben dargethan habe; 2. dass die Accentuation 7— 7 der Grammatiker nicht aus der Hypotaxis erklärt werden kann, weil auch für unzweifelhaft directe Doppelfragen, wie 2 172* dιe»ονσοσσον otsιιςι oxeεααναα; ausdrücklich dieselbe Accentuation vorgeschrieben ist(Herodian zu 265); 3. dass das zweite Glied hinsichtlich der Modus- und Per- sonenverschiebung doch überall ebenso als abhängige Frage charakterisirt wird, wie das erste, in dem Beispiel II 651 sogar nur das zweite in 6†ραέαeey die Modusverschiebung zeigt, während das erste in d„α⁴⁴οσ und lur den Modus hat, welcher auch in der directen Frage stehen würde.
Ich glaube, dass für eine richtige Erklärung der Doppelfrage und der in ihr gebrauchten Conjunctionen die allein geeignete Grundlage das ist, was Apoll. Alex. an der oben angeführten Stelle sagt. Die Doppelfrage ist in ihrer Form ursprünglich identisch mit dem disjunctiven Satze; beide sich gegenseitig ausschliessende Glieder werden durch„ dαεeuxrerde verbunden:»òx 201¹*) „εοα εασσ⁵‿ ist disjunctiver Aussagesatz, mit Frageton gesprochen wird es Doppelfrage. Als ein- fachste und ursprünglichste Gestalt der Doppelfrage können wir also die annehmen, dass das erste Glied ohne Conjunction, das zweite mit„ steht, und hiervon sind ja zahlreiche Beispiele bei Homer vorhanden, wie sie auch in der späteren Sprache noch vorkommen. Ebenso wie nun der disjunctive Charakter des Aussagesatzes so oft durch zweimal gesetztes y stärker hervorgehoben wird:»og 1)„ud eoriy, so kann diess auch bei der Doppelfrage geschehen:»»os=)„ℳ⁴ᷣeoα soty; Ein eigentliches Fragwort fehlt dabei, wie es bei den Fragen, bei welchen der Inhalt des ganzen Satzes zweifelhaft ist, nicht ein einzelnes Glied, ursprünglich überhaupt fehlt; zahlreich sind hier die Bei- spiele der Fragen ohne Fragwort, und wie die einfachen Fragesätze mit„ zu beurtheilen sind, ist im§. 4 dargelegt. Haben doch auch die neueren Sprachen ausser der Wortstellung keine Kenn- zeichen des directen Fragesatzes, mag er eine einfache oder eine Doppelfrage enthalten. Nur beim indirecten Fragesatz ist dies Bedürfniss vorhanden, und so auch im Griechischen. In der home- rischen Sprache ist nun das Verhältniss der Unterordnung überhaupt erst in der Entwicklung begriffen und das ganz besonders bei den Fragesätzen; daraus erklärt sich leicht, dass auch bei den Doppelfragen, die bereits ein entschiedenes Merkmal der Abhängigkeit, die Personen- und Modusverschiebung, zeigen, dennoch ein eigentliches Fragwort fehlt; erst die spätere Sprache, der der Unterschied zwischen directer und indirecter Frage zum entschiedenen Bewusstsein gekommen ist, nimmt zur Einleitung der indirecten Doppelfrage ein 6rεοον oder et und setzt dann natürlich 9) diteweraxde nur einmal und zwar mit dem ihm zukommenden Acut. Ueber diesen Accent,


