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Spiegel bequem betrachtet werden. Will man jedoch die In- terferenzfiguren iher dem Wasser auffangen— und dieses Verfahren ist dem ersteren vorzuziehen— so nimmt man das Papier ab, und pefestigt statt dessen in dem geeigneten leicht zu ermittelnden Abstande(circa 5 Centimeter) über dem Wasserspiegel ein leichtes mit feinem Briefpapier über- zogenes Holzrähmchen. Dann leitet man das Licht in hori- zontaler Richtung zuerst auf den Spiegel, der es durch die
Glastafel senkrecht ins Wasser reflektirt und von diesem., zu.
hellen Interferenzlinien vereinigt, auf die Papierfläche pro- jicirt.
Als Beleuchtungsmittel bedient man sich entweder der Sonnenstrahlen, denen man mit Hülfe eines Heliostaten die horizontale Richtung gibt, oder, wenn man über Gasbeleuch- tung verfügen kann, einer durch einen Gummischlauch mit der Gasleitung in Verbindung zu setzenden Lampe, die man mit Rücksicht auf die Divergenz der Strahlen in der geeig- neten Entfernung vor dem schrägen Spiegel aufstellt.
Was nun die mit Hülfe des Apparates darstellbaren mannigfaltigen Interferenzgebilde selbst anbelangt, so be- schränke ich mich darauf, nur einige derselben anzudeuten. Befestigt man an die Achse aa das Drahtgestell k, so er- blickt man auf dem darüber befindlichen Papierrahmen, zwi- schen den Schatten der beiden wellenerregenden Drahtenden,. das oben erwähnte System unbeweglicher Hyperbeln Fig. 3. Zwei gegen einander geneigte gerade Schienen geben als In- terferenzfigur jene Reihe gleichweit von einander abstehender gerader Lichtlinien II, PN, I'I’... Fig. 2. Diese beiden Versuche sind ein Analogon des Fresnel'schen Spiegelversuchs. Ein Draht, in einiger Entfernung von einer geraden Schiene und gleichzeitig mit ihr schwingend, gibt, wie es die Theorie ver- langt, ein System von Parabeln, welche den wellenerregenden Punkt zum gemeinschaftlichen Brennpunkt haben. Die Wellen- figuren, die wir innerhalb des Schattens oscillirender Poly- gone auf der transparenten Ebene erblicken, errinnern an die Klangfiguren. Bei dem Quadrate sehen wir, wie zu erwarten. als stehende Wellenfigur, ein Gitter von Quadraten, bei dem


