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welche mit dieſer Klaſſe, in der Regel im 14. Jahre, die Schule verlaſſen, werden allerdings das höoͤhere Ziel der Schule nicht erreichen, ſondern ſie ſtehen eben nur an der Schwelle, es zu erreichen; ſie haben allerdings nur ein Bruchſtück im Vergleich zu der geſammten Ausbildung, die die Schule geben kann, und je beſſer ſie ſich bis dahin entwickelt haben, um ſo mehr wird die Schule als ſolche ſie mit Bedauern ausſcheiden ſehen; aber das, was ſie erlernt haben, ſind keineswegs untüchtige, ſchlecht gefügte und leicht zerbröckelnde Fundamente, ſondern hinreichend tief gelegt und breit und hoch heraufgeführt, um den einfachen Aufbau eines gewöhnlichen Geſchäftes darauf gründen zu können. Es wäre ein Armuthszeugniß für jede ſolche Schule ohne Gleichen, wenn ſie den in dieſer Beziehung an ſie zu ſtellenden For⸗ derungen nicht gerecht zu werden wüßte. Wie ſehr die Schule auch wünſchen muß, daß recht viele Eltern ſich bewogen finden mögen, die oberen Klaſſen und Lehrcurſe, die bis zum 15. oder 16. Jahre reichen, benutzen zu laſſen, ſo muß ſie doch den Satz, welchen man zuweilen vernimmt, bekämpſen und als völlig unrichtig bezeichnen, daß, weil ihre Lehrcurſe vom 10. bis zum 16. Jahre ſich ausdehnen, es für keinen Knaben rathſam ſei, in dieſelbe einzutre⸗ ten, der ſchon mit dem 14. Jahre genöthigt ſein könnte, dieſelbe wieder zu verlaſſen. Jeder tüchtige und wirklich geiſtig kräftige Knabe wird nicht nur, wie man ſagt, ſeine Rechnung finden, er wird im Gegentheil eine höhere Kraftentwicklung an ſich erfahren und mit in das Leben nehmen. Ja, wir hoffen, es wird wohl der Fall eintreten, daß ein ſolcher es am Ende über ſeine einſichtsvollen Eltern gewinnt, auch noch einen weiteren Curſus, als an⸗ fänglich in Ausſicht genommen war, vielleicht noch beide zu durchlaufen. Wünſchen wir vie⸗ len Eltern ſolche Soͤhne, die einen ſolchen Sieg über ihren Willen und ihre Berechnung da⸗ vonzutragen vermögen. Es wird jeder Fall der Art ein ſchlagender Beweis mehr dafür ſein, daß man bei der Bildung ſeiner Kinder die Wege, ſelbſt mit einem Opfer ſeinerſeits, erwählen ſoll, die die kräftigſte und reichſte Entwicklung derſelben möglich machen. Aber das behaupten wir ebenfalls mit lautem und vollem Nachdruck, daß, wenn ein Knabe, ſei es we⸗ gen unzu reichender Begabtheit, ſei es wegen völlig vernachläſſigter Vorbilduug, ſei es wegen ſtörenden und zerſtreuenden Abhaltungen, Beſchäftigungsweiſen und Anſpannungen außerhalb der Schule in der Familie und dem elterlichen Geſchäfte oder wo immer ſonſt, vorausſicht⸗ lich nicht im Stande ſein wird und, wie leider die Erfahrung lehrt, es auch nicht ſein kann, den auf jeder Klaſſenſtufe in Vergleich mit niederen Schulen, erhöhteren Anforderungen zu entſprechen und alſo auch nicht richtig mit voranzuſchreiten— wir behaupten, daß ein ſolcher Knabe zweckmäßiger Weiſe nur einer Schule anvertraut werden ſollte, deren einfacheren Zie⸗ len und Aufgaben er eher gewachſen zu ſein hoffen darf. Insbeſondere müſſen wir auch mit aller Beſtimmtheit davon abrathen, nur gewöhnlich begabte Schüler, welche ſchon über das elfte Jahr hinaus z. B. die Mittelſchulen beſucht haben, noch in die höhere Bür⸗ gerſchule zu ſchicken. Nur bei ganz ausgezeichneten Knaben wird dieſer Uebertritt, gelingen, die anderen werden meiſt wieder in der höheren Bürgerſchule unten anfangen müſſen und dann nur ſelten es dahin bringen, auch nur die vier unteren Klaſſen der Anſtalt zu abſol⸗ viren, und deßhalb auch nicht den verhältnißmäßigen Abſchluß ihrer Kenntniſſe, den man allerdings wünſchen muß, erreichen können. Sonſt aber mögen die Eltern weder das Vorurtheil hegen, noch es ſich einreden laſſen, daß, weil die Schule auch bis zum 16. Jahre die Schüler durch höhere Klaſſen hindurch führen kann, es unvortheilhaft ſei, ihre Kinder bis zum 14. derſelben anzuvertrauen.„Denn da manche Schüler“, wir wiederholen dieſen 2


