Welche Zeit braucht das Lichtsignal a) von A nach B b) von B nach A c) von A nach B und zurück nach A? Wie bestimmen sich aus den verstrichenen Zeiten und aus der Länge des Stabes die Geschwindigkeiten c und v? Auflösung: Die Aufgaben 1 und 2 lehren ohne weiteres folgendes:
a) Die Zeit tu von A nach B beträgt—. Sek. 5(1⁰) a b) t, B A—(20) 2 ac c) T= t+t.—(21) Die Geschwindigkeiten c und v berechnen sich aus(19) und(20): 74 4 b) c— 2uit(22) 2 t.) 2ni,(3) Anm. Ist v sehr klein gegenüber c, so folgt in zweiter Annäherung: 2 ac 2 a 1 2 a ſVXZ VN4 .e e C C § 3.
Physikalische Bemerkung.
Die elektromagnetische Lichttheorie von H. A. Lorentz, die den Tatsachen in vorzüglicher Weise gerecht wird, beruht auf der Annahme eines absolut ruhenden Aethers.
Ist diese Annahme richtig, so besteht wegen der Gleichungen(22) und(23) die Aus- sicht, nicht nur die Geschwindigkeit einer sich ausbreitenden Lichtwelle, sondern auch die Ge- schwindigkeit eines Körpers in Bezug auf den ruhenden Aether— etwa die Relativgeschwindigkeit der Erde— zu bestimmen.
Il. Der Versuch von Michelson.
§ 4.
. Der deutsch-amerikanische Physiker Michelson suchte den Einfluß der Erdbewegung auf optische Vorgänge experimèntell zu ermitteln. Er verglich die Lichtfortpflanzung in der Richtung der Erdbewegung mit derjenigen quer dazu. Die Versuchsverhältnisse waren so ein- fach, das angewandte Verfahren so empfindlich, daß man unbedingt einen Einfluß der Erd- bewegung auf die Lichtfortpflanzung erwarten mußte. Aber nicht die geringste Spur eines solchen Einflusses zeigte sich.


