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Durch Fragen, die er ſelbſt an den Schüler richtet, darf er dieſem ruhig zu Gemüte führen, daß er die Leitung in händen hat und daß er ſie auch in ſeinen händen zu behalten wünſcht. Kuf keinen Fall braucht er es ruhig hinzunehmen, daß ſich die Schüler wie Examinatoren gebärden, während er als„der Geprüfte“ nur Ramen und nichts als Ramen herzu⸗ ſagen hat.—
Verfaſſer iſt bei Ausführung der von ihm geleiteten biologiſchen Exkurſionen ſtets beſtrebt geweſen, ſeinen Schülern Einblicke in wirkliches Raturleben zu verſchaffen.“
Bereits in der Einleitung iſt darauf hingewieſen worden, daß es in dieſer hinſicht keine beſſere Lehrmeiſterin gibt als die Ratur ſelbſt.
Wohl ſind biologiſche Schulgärten, phyſiologiſche und anatomiſche Betrachtungen uſw. ohne 3weifel ſehr bedeut⸗ ſame und wertvolle Errungenſchaften des modernen natur— wiſſenſchaftlichen Unterrichtsbetriebes, aber es ſind— man ſcheint dies leider vielfach ganz zu vergeſſen— immerhin doch nur hilfsmittel in der hand des Lehrers, die nie und nimmer die Ratur erſetzen oder deren unmittelbare Betrachtung ent⸗ behrlich machen können.
Es wird niemand beſtreiten können, daß ſich dem Beobachter in der Natur ſehr vieles ganz anders darſtellt als im Schul⸗ garten oder im phyſiologiſchen Laboratorium.
So iſt es z. B. gar keine ſeltene Erſcheinung, daß der Schüler pflanzen, mit denen er ſich im Schulgarten völlig vertraut ge⸗ macht hat, wenn ſie ihm draußen in ihrer natürlichen Umgebung entgegentreten, überhaupt nicht wiedererkennt.
Mit den in Aquarien oder Cerrarien gehaltenen Cieren geht es nicht anders.
Mit den phyſiologiſchen Renntniſſen, die er ſich im Unter⸗ richt an der hand klarer und einwandfreier Experimente erworben hat, weiß der Schüler häufig gar nichts anzufangen, wenn ihm draußen die Ratur ſelbſt ihre Verſuche vorführt. Es iſt dies ja auch nicht weiter verwunderlich: im Laboratorium iſt dem Schüler die Pflanze— es gilt dies natürlich auch für das Tier— als Objekt der Unterſuchung entgegengetreten, und immer hat der
Lehrer die Verſuche— unter Kusſchaltung aller hemmenden Reben⸗ 10*


