Ferner feſſelte ein Rotkehlchen(Sylvia rubecula) unſere Kufmerkſamkeit. Es hüpfte in einer Schwarzdornhecke unter fort⸗ geſetzten Verbeugungen von 5weig zu Sweig und war ſo wenig ſcheu, daß wir uns ihm bis auf wenige Schritte zu nähern ver⸗ mochten.
Schließlich erfreuten wir uns noch an den Kletterkunſtſtücken eines Eichhörnchens, deſſen Tun und Treiben wir eine ganze Weile zuſchauten.
Exkurſion der III. Rlaſſe am 10 Mai 1911.
1. Unſer Weg führt uns wiederum— wie am 26. Kpril— „durch die Kaſtanienallee““ nach dem Walde. An dem Uadelholz⸗ dickicht(ſ. S. 33) wird halt gemacht, und es werden die Ergebniſſe unſerer früheren Beobachtungen hier an Ort und Stelle eingehend wiederholt.
2. Sodann geht es den Waldſaum entlang, an der einzeln ſtehen⸗ den Eibe(ſ. S. 37) vorbei, nach einer dem hochwalde vorgelagerten Gdfläche.
Wir waren gerade im Begriffe, die Ebene zu betreten, als ein heftiger Donnerſchlag den Ausbruch eines Gewitters verkündete. Wir zogen uns daher ſchleunigſt in das Innere des im vollen Blätter⸗ ſchmuck prangenden Buchenhochwaldes zurück und beobachteten zunächſt von hier aus die weitere Entwicklung des Gewitters, wäh⸗ rend der Regen in Strömen niederging. Sehr bald ließen die elektriſchen Entladungen nach, und wir konnten nun, nachdem jede Blitzgefahr beſeitigt war, in aller Ruhe, ſolange es noch regnete, im Walde Umſchau halten.
An einigen Buchen konnte deutlich wahrgenommen werden, wie das Regenwaſſer an der Peripherie der Kronen langſam ab⸗ tropfte, während die unmittelbare Umgebung des Stammes trocken blieb. Beſonders ſchön war dieſe ſog. zentrifugale Waſſerableitung zu ſehen an einer Buche von mittlerem Stammumfang, deren dicht belaubte Seitenäſte z. T. faſt bis auf den Boden reichten. Sämtliche Schülerinnen krochen unter das„Blätterdach“ und überzeugten ſich durch Betaſten mit den händen von der völligen Trockenheit des den Boden bedeckenden Laubes.—
Recht auffallend erſchien uns das Fehlen einer pflanzen⸗ decke auf dem mit einer dicken Schicht dürren Laubes bedeckten


