Boden des Buchenwaldes. Wir bringen dieſe Tatſache in 3u⸗ ſammenhang mit dem Vorhandenſein der vielen dicht belaubten Seitenäſte, die, in einzelnen„Stockwerken“ angeordnet, das von den Kronen durchgelaſſene Licht dermaßen ausnützen, daß der ſchließlich auf den Boden auftreffende Reſt nicht mehr genügt, anderen Pflanzen die Exiſtenz zu ermöglichen.
Nur hie und da, wo der geſchloſſene Beſtand eine Lücke aufzu⸗ weiſen hat, zeigen ſich Gruppen von Maiblumen und hain⸗ ſimſen(Luzula).
n den mit einem bläulichen, abwiſchbaren Reif überzogenen Blättern der erſteren konnten wir ſehr ſchön das herabrollen der Regentropfen beobachten, ein Vorgang, der uns wieder einmal ſo recht deutlich zeigte, welcher Mittel ſich die Pflanze bedient, um eine die Tranſpiration gefährdende allſeitige Benetzung der Blattflächen zu verhindern.
3. Es hat inzwiſchen zu regnen aufgehört, und wir treten jetzt aus dem Dämmerlicht des Buchenwaldes in die Ebene hinaus. Ein Überblick über das ſtellenweiſe einen etwas welligen Charakter aufweiſende Gelände läßt uns eine im allgemeinen von Oſten nach Weſten verlaufende Abdachung erkennen.
UÜber die Bodenbeſchaffenheit gibt uns eine große Sand⸗ bez. Kiesgrube Aufſchluß. Hn den ſenkrecht abfallenden Wänden laſſen ſich zwei hauptſchichten erkennen, eine etwa 2 m dicke Flug⸗ ſandſchicht und eine darunter liegende Kiesſchicht, die an manchen Stellen einige von der Verwitterung noch nicht ergriffene Granit⸗ felſen ſehr ſchön zu Tage treten läßt.
Einige mit Schutt z. T. ausgefüllte, längſt nicht mehr im Betrieb befindliche Sandgruben beherbergen eine üppige pflanzen⸗ welt, während im übrigen der pflanzenwuchs recht ungleichmäßig verteilt erſcheint.
Kuf der Oſtſeite bemerken wir eine haushohe Pyramiden⸗ pappel, in ihrer Rähe einige in Gruppen beiſammenſtehende, etwa 25 Jahre alte Kiefern. Kuch auf der Weſtſeite finden ſich Kiefern in Baum⸗ und Buſchform. AUn den tiefer gelegenen Stellen haben ſich zwar zahlreiche Sträucher angeſiedelt, doch fehlt auf einem nicht unbeträchtlichen Teil des Geländes der Pflanzenwuchs ganz, ſo daß ſtellenweiſe der nackte Sandboden zu Tage tritt.
4. Als wir uns in der Nähe der pyramidenpappel aufgeſtellt hatten, um die vor uns liegende Fläche noch einmal zu überſchauen,


