Aufsatz 
Biologische Exkursionen
Entstehung
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im Vergleich zu den vorher betrachteten Edeltannen das dichte Beiſammenſtehen der einzelnen Bäumchen auf; auch ent⸗ geht es unſerer Kufmerkſamkeit nicht, daß zahlreiche Exemplare ſogar unter den ſchattigen Buchen anſcheinend recht gut gedeihen. Jedenfalls ziehen wir aus dieſen Beobachtungen den Schluß, daß wir es in der Rottanne mit einer Nadelholzart von recht geringer Lichtbedürftigkeit zu tun haben.

Nach kurzer Betrachtung einer einzeln am Waldſaume ſtehenden etwa 2 m hohen Eibe(Taxus baccata), die wegen der zweizeiligen Anordnung der Nadeln von allen Schülerinnen zuerſt mit einer Edel⸗ tanne verwechſelt wurde, wenden wir uns

4. einem hohlwege zu, in welchem wir Gelegenheit finden, an der hand eines guten Beiſpiels die Bewurzelungsverhältniſſe der Riefern zu ſtudieren.

An einer alten, etwa vierzigjährigen Kiefer, deren Wurzelſyſtem bei Herſtellung des Weges zum großen Ceil bloßgelegt worden war, bemerken wir zunächſt als direkte Sortſetzung des Stammes eine dicke Pfahlwurzel, die ſich tief in eine Flugſandſchicht einſenkt. Von ihr ſehen wir ſodann weit ausgreifende, mächtige Seitenwurzeln ausgehen, die ihrerſeits wiederum in gewiſſen Kbſtänden zahlreiche dünnere Wurzeln haltetauen vergleichbar ſenkrecht abwärts in den Boden entſenden.

Somit erhalten wir ein vorzügliches Bild von der Art und Weiſe der DVerankerung des Baumes im Boden, die es ihm ermöglicht, ſelbſt ſtarken Stürmen Trotz zu bieten.

Die ganze Art des Verlaufs der Wurzeln zeigt uns deutlich, daß tiefgründiger, leichter Boden am beſten den Bedürfniſſen der Riefer entſpricht.

Wie wird ſich aber wohl die Riefer verhalten, wenn ſie durch irgend welche Umſtände gezwungen wird, den lockeren Sand etwa mit hartem SFelsboden zu vertauſchen?

Antwort auf dieſe Frage erhalten wir wir brauchen nur wenige Schritte weiter zu gehen in der Kiesgrube, in welche unſer hHohlweg mündet. hier bemerken wir auf einer ſteil abfallenden Granitwand zwei mit der vorhergenannten etwa gleichalterige Kiefern, die durch ihren Wuchs und ihr ganzes Kusſehen verraten, daß ſie ſich an dem ungewöhnlichen Standort recht wohl befinden.

nach den nötigen Erklärungen über Entſtehung und 3u⸗ ſammenſetzung des Granits ſchreiten wir zunächſt zur Unterſuchung