Aufsatz 
Biologische Exkursionen
Entstehung
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ſchaffenheit einer Wunde darauf hin, daß ein ſcharfes Meſſer zum Abtrennen der Zweige benutzt worden iſt.

Angeſichts dieſer vielen meiſt durch den Unverſtand der Menſchen hervorgerufenen Schäden hielt ich es für angebracht, den Schülerinnen dringend anzuempfehlen, dereinſt in ihrer eigenen Praxis auf Gängen in die freie Natur ſchon in den unteren Klaſſen die Kinder immer wieder auf das Sinnloſe und Verwerfliche, das in einem gedankenloſen Abreißen von Zweigen und Blüten beſteht, hinzuweiſen und durch fortgeſetzte erzieheriſche Einwirkung dafür zu ſorgen, daß ſchließlich die Jugend aus eigenem Antrieb dazu kommt, ſich den Schutz der heimatlichen Gefilde angelegen ſein zu laſſen.

2. Während der Unterſuchung der beſchädigten Weymouths⸗ kiefern bemerkten einige Schülerinnen an den Stämmen und kiſten vielfach eine Unmenge dichter, weißer Slocken, die kurzweg für Schimmelbildungen erklärt wurden.

Erſt als derSchimmel auf meine Veranlaſſung hin mit der Uadel vorſichtig auseinandergezogen und mit der Lupe betrachtet wurde, klärte ſich der Irrtum auf.

Die zahlreichen kleinen ſchwarzen Punkte freilich, die unter den Flocken zum Vorſchein kamen, konnten auch mit hilfe der Lupe nicht näher definiert werden. So wurde denn mitgeteilt, in Anknüpfung an Beobachtungen, die bereits an Blutläuſen angeſtellt worden waren daß dieſchwarzen Punkte Läuſe(Chermes corticalis) ſeien, die ſich von den Säften der Weymouthskiefern nährten, und die weißen Flocken wachsartige Kusſcheidungsprodukte, die den Läuſen zum Schutze gegen mancherlei Feinde dienten.

3. Zahlreiche junge Weißtannen von ungefähr 1,5 m höhe beobachten wir auf unſerem weiteren Gange in einer ziemlich aus⸗ gedehnten Lichtung. Eine hohe Einfriedigung ſchützt die jungen Bäumchen gegen Beſchädigungen durch Tiere und Menſchen. Wir bewundern hier neben dem ſchlanken Wuchs der Tannen vor allem die regelmäßige Kusbildung der Kſtquirle, die ſtockwerkartig über einander ſtehen. Aus der Anzahl der Aſtquirle ſchließen wir, da ſich in jedem Jahre nur ein einziger derſelben entwickelt, leicht auf das Alter der Bäumchen.

Der Lichtung gerade gegenüber am Rande des Buchenwaldes und auch im Walde ſelbſt erregt eine Anpflanzung von jungen, etwa 50 cm hohen Rottannen unſer Intereſſe. Sofort fällt uns