Aufsatz 
Biologische Exkursionen
Entstehung
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Blindheit zur Solge habe, wird als unbegründet zurückgewieſen. Die Schülerinnen lernen es vielmehr als eine aus lauter winzigen Kügelchen(Sporen) beſtehende, im Innnern des Fruchtkörpers er⸗ zeugte Maſſe kennen, die lediglich der Fortpflanzung dient.

2. An ſandigen Stellen des Kiefernwaldes zeigt ſich in größerer Zahl die hHerbſtlorchel(Helvella crispa). Wir finden, daß ſich der hut dieſes gelblichweißen Pilzes aus einzelnen, unregelmäßigen Lappen zuſammenſetzt, während der Stiel längliche Vertiefungen aufweiſt. Es wird darauf aufmerkſam gemacht, daß die Lorchel vor dem Genuße zunächſt mit kochendem Waſſer übergoſſen werden muß, um auf dieſe Weiſe eine in ihr enthaltene giftige Säure (helvellaſäure) unſchädlich zu machen. Auch darauf wird noch hin⸗ gewieſen, daß man die Lorcheln und ihre VerwandtenSchlauch⸗ pilze nennt, weil die Sporen in kleinen Schläuchen erzeugt werden.

3. An einem Butterpilz(Boletus luteus) betrachten wir zunächſt die Hutunterſeite. Hier entdecken wir überaus zahlreiche, dicht beiſammen ſtehende gelbe Röhrchen, die in ihrer Geſamtheit eine leicht ablösbare Schicht bilden. Ebenſo leicht läßt ſich die bräunliche, ſchmierige haut auf der Oberſeite des hutes abziehen, ſodaß das weiße, waſſerreicheFleiſch ſichtbar wird. An älteren Exemplaren ſind noch die violetten Überreſte des ſog. Ringes zu ſehen, der einſt mit dem hutrande in Verbindung ſtand zum Schutze der zarten Röhrenſchicht.

AKuch einen Pilzſchädling lernen wir kennen, der in manchen Jahren ſo maſſenhaft auftritt, daß ſich das Sammeln gerade der edelſten Speiſepilze kaum lohnt. Es iſt die Pilzfliege, deren Maden im Innern einiger Butterpilze derart gehauſt haben, daß von den Pilzen nichts weiter als eine ſchmierige, ekelhafte Maſſe übrig ge⸗ blieben iſt. Bei dieſer Gelegenheit wird davor gewarnt, geſammelte eßbare Pilze ungeputzt über Nacht liegen zu laſſen, da die zu⸗ nächſt in den Stielen befindlichen Fliegenmaden ſehr raſch nach dem hute vordringen und die noch unverſehrten Teile zerſtören.

Den ebenfalls beobachteten, den Butterpilzen äußerlich ſehr ähn⸗ lichen Schmerling(Boletus granulatus) erkennen wir leicht an der etwas helleren Färbung ſowie an dem Fehlen des Ringes.

4. Bei der eßbaren Siegenlippe(Boletus subtomentosus) ſind es vor allem die ſchön zitronengelben Röhrchen auf der Unterſeite des hutes, die wir als charakteriſtiſches Merkmal dieſes

Pilzes betrachten. Der ziemlich dünne, rot überlaufene Stiel kommt 2 ½