dagegen erſt in zweiter Linie in Betracht, am wenigſten die Färbung der hutoberſeite, die bald heller, bald dunkler erſcheint. Eher laſſen ſich ſchon die zahlreichen Riſſe und Sprünge am hute für die Be⸗ ſtimmung verwenden, ſowie die von Schneckenfraß herrührenden Wunden auf der hutoberſeite mit ihren roten Rändern. Die Schü⸗ lerinnen werden angehalten, ſich die genannten Merkmale ſehr genau einzuprägen, um Verwechslungen mit dem Satanspilz(Boletus Satanas), einem unſerer giftigſten Röhrenpilze, vorzubeugen. Er wird— in dem Walde, in dem wir uns heute befinden, kommt er nicht vor— beſchrieben als ein Pilz mit rotem Stiel und blutroten Röhrenmündungen, deſſen Sleiſch bei Verletzungen allmählich blau anläuft.
5. Die zahlreich vorhandenen Täublinge erfahren eine ſum⸗ mariſche Behandlung. Die Violett⸗, Rot⸗, Gelb⸗ und Grünfärbung der hüte fällt hier beſonders auf, ſodann das Vorhandenſein von leicht zerbrechlichen, radienartig verlaufenden Blättern auf der hut⸗ unterſeite, die nur bis zum oberen Stielende reichen, niemals jedoch am Stiele ſelbſt herablaufen. Obwohl unter dieſen„Blätterpilzen“ eßbare Urten vorkommen, wird doch von einem Genuß derſelben wegen der Schwierigkeit der Beſtimmung dringend abgeraten.
NRur von zwei ausgeſprochen giftigen Arten, die aber mit anderen Pilzen gar nicht verwechſelt werden können, ſollen die Namen behalten werden, von dem Speiteufel(Russula emetica), kenntlich an ſeinem purpurroten hut und an ſeinem ekelhaften Geruch, und von dem roten Täubling(Russula rubra), der durch die leuchtend hellrote Färbung der hutoberſeite ſchon von weitem auffällt.
6. Den gefährlichſten aller Blätterpilze, der am häufigſten mit dem Champignon verwechſelt wird, den Knollenblätter⸗ pilz(Amanita phalloides) lernen wir in allen Entwicklungs⸗ ſtadien kennen.
Wir betrachten zunächſt ein ausgewachſenes Exemplar. Der ausgebreitete, grünliche hut iſt dicht beſetzt mit weißen, warzigen Erhebungen. Auf der Unterſeite des hutes finden wir Lamellen, deren rein weiße Särbung ſofort in die Kugen fällt. Dieſes Merkmal wird als charakteriſtiſch ganz beſonders hervorgehoben, und ganz beſonders wird betont, daß bei Beachtung auch nur dieſes einen Merkmals eine Verwechslung mit dem Champignon, der in der Jugend roſafarbene, im Alter dagegen ſchwarze Lamellen trägt, gänzlich ausgeſchloſſen iſt. Selbſtverſtändlich werden auch


