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Teilen der Pflanze ausgeht, betrachten wir als ein Schutzmittel gegen Tierfraß.
19. Ehe wir den Sandhügel verlaſſen, wird noch eine Stelle ge⸗ nauer ins Kuge gefaßt, die des pflanzenwuchſes völlig entbehrt. Wir unterſuchen hier den Sand und finden, daß er im weſentlichen aus ſehr kleinen Quarzkörnchen beſteht. Es iſt ſog. Flugſand, der aus der Rheinebene ſtammt, und der ſich in der Umgebung unſerer Stadt in z. T. recht mächtigen Ablagerungen vorfindet. Da der Sand an der Stelle, an der wir uns eben befinden, dem Spiel der Winde vollſtändig preisgegeben iſt, ſo laſſen ſich ſehr ſchöne, aus Sand gebildete Wellenberge und Wellentäler beobachten, die in ihrer Geſamtheit den Eindruck hervorrufen, als ob wir über eine vom Winde leicht bewegte Waſſerfläche blickten.
Kuch über die Entſtehung und Wanderung von Dünen haben wir hier Gelegenheit uns zu unterhalten.
20. Hn einem mit Schilf und Riedgräſern bewachſenen Tümpel beobachten wir an einer freien, ziemlich ſeichten Stelle zahlreiche Exemplare der Schlammſchnecke(Limnaea stagnalis) und der Tellerſchnecke(Planorbis corneus).
Den ſchlängelnden Bewegungen mehrerer Pferdeegel(Aulosto⸗ mum gulo) ſchauen wir eine Weile zu. Ein auf meine hand ge⸗ ſetztes Tier führt uns die nach Art der Spannerraupen erfolgenden Bewegungen vor, wobei, wie deutlich zu ſehen iſt, abwechſelnd der vordere und der hintere Saugnapf zum Feſthalten benutzt wird. Die nackte haut des Egels— wir erinnern uns dabei an das bei Durchnahme des Waſſerfroſches Geſagte— ſetzen wir in Beziehung zum Hufenthaltsort.
Bei der weiteren Beobachtung des Lebens und Treibens der Egel im Waſſer fällt uns einer auf, der aus dem Gehäuſe einer Tellerſchnecke etwa zur hälfte herausragt. Die Schnecke wird aus dem Waſſer herausgeholt, und vorſichtig wird ein Stückchen der Schale nach dem andern mittels einer Pinzette abgebrochen, da wir uns einen Einblick in das Innere des Gehäuſes verſchaffen wollen. Nach und nach werden vier pferdeegel zu Tage gefördert, welche die Schnecke bis auf ganz geringe Überreſte aufgezehrt hatten.
Dieſe Beobachtung gibt die Veranlaſſung, die Art und Weiſe des Rahrungserwerbs der Egel zu beſprechen und die Einrichtung des vorderen Saugnapfes genauer zu erörtern. Dabei wird auch
gleichzeitig des mediziniſchen Blutegels Erwähnung getan. 2


