groß, daß immer wieder die Stellung der ährchen zum 3wecke einer einwandfreien Unterſcheidung herangezogen werden muß.
10. Huf einer etwas feuchten Wieſe treffen wir ein Suttergras an, das hier faſt die Alleinherrſchaft beſitzt. Es iſt der Wieſen— hafer(Arrhenatherum elatius), der mit ſeinen mehr als meter⸗ langen halmen unbedingt auffallen muß. Seine im Winde hin— und herwogenden Riſpen zeigen, von der Sonne beſchienen, einen eigenartigen Glanz der Spelzen, dem das Gras ja auch ſeinen Ramen Glanzhafer verdankt.
11. Das am Waldesrande in erheblicher Menge auftretende nickende Perlgras(Melica nutans) erfreut uns durch ſeine ſchönen, hellgrünen Blätter. hinſichtlich der Blütenbildung vergleichen wir es mit dem allbekannten Sittergras.
12. Ein in voller Blüte ſtehendes Buchweizenfeld, eine für die unmittelbare Umgebung der Stadt recht ſeltene Erſcheinung, gibt uns zu kurzem Verweilen Veranlaſſung. Einige aus dem ſandigen Boden herausgezogene Pflanzen überzeugen uns davon, daß der Buchweizen ſeinem dürftigen Standorte in vorzüglicher Weiſe ange⸗ paßt iſt. Wir erinnern uns bei Betrachtung der Bewurzelungs⸗ verhältniſſe an das vorher bei Durchnahme des Rangraſes ausführlich Beſprochene. Nach eingehender Erörterung der Bedeutung des Buch⸗ weizens für die Bewohner der ſandigen Gebiete Rorddeutſchlands wenden wir uns dem benachbarten(cker zu, der dicht beſtanden iſt mit dem
13. Kckerſchottendotter(Erysimum cheiranthoides), einem in hieſiger Gegend recht häufigen Kckerunkraut. Es wird durch Zergliederung der Blüten und Früchte die Sugehörigkeit zur Samilie der Kreuzblütler feſtgeſtellt, und einige Verwandte werden nam⸗ haft gemacht.
14. Am Wegrande betrachten wir ſodann die blau blühende Luzerne, den ſog. ewigen Rlee(Medicago sativa) und den gelb blühenden Sichelklee(Medicago falcata). Die Schülerinnen wer⸗ den auf ein etwas abſeits ſtehendes Exemplar aufmerkſam gemacht, das grüne Blüten trägt. Die Bemerkung, daß man, wenn man Blau und Gelb zuſammen miſcht, Grün erhält, führt zu der Auf⸗ faſſung, daß die Pflanze wohl als eine Mittelform zwiſchen der blau blühenden und der gelb blühenden Art angeſehen werden müſſe. Wir nehmen an, daß einſt durch Vermittlung eines Inſekts Blüten⸗ ſtaub von der blau blühenden Art auf die Narbe der Blüte der


