Aufsatz 
Biologische Exkursionen
Entstehung
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Ausgewählte Lxkurſionen des Heminars aus den Jahren 1909, 1910 und loll.

Exkurſion der IV. Klaſſe am 23. Juni 1909.

1. Die Beobachtungen beginnen an der Peripherie der Stadt. Kllenthalben dehnen ſich hier Felder, Wieſen, Brachäcker, Gdland⸗ ſtreifen und Gärten aus. Auf dieſem Gelände wollen wir uns u. a. einen Überblick verſchaffen über die wichtigſten Grasarten, von denen ein großer Ceil gerade jetzt in voller Blüte ſteht. Als typiſcher Vertreter der Familie der Gräſer war der Roggen bereits beſprochen worden. Die Betrachtung der übrigen Getreidearten hatte ſich daran angeſchloſſen. Beſonders mit dem Bau der Roggenblüte ſowie mit den an der hand von Verſuchen erörterten Keimungs⸗ und Wachs⸗ tumserſcheinungen war die Klaſſe völlig vertraut.

2. Unter der großen Fahl von Gräſern, die das vor uns liegende Gebiet bedecken, fällt vor allem eines auf wegen ſeiner ausgeſpro⸗ chenen kihnlichkeit mit der Gerſte. Es iſt die Mäuſegerſte(Hor- deum murinum,, die beſonders reichhaltig zu beiden Seiten des Weges ſowie auf dem kieſigen Untergrund einer nahe gelegenen Wüſtung vertreten iſt. Die Klaſſe verſieht ſich mit Material, und eine Schülerin erhält die Aufgabe, genauer nachzuweiſen, worin die Übereinſtimmung zwiſchen Gerſte und Mäuſegerſte beſteht. Es handelt ſich dabei im weſentlichen um den Blütenſtand und den Bau der einzelnen Blütchen. An dieſe Kuseinanderſetzungen ſchließt ſich die Wiederholung der Roggenblüte an, um darzulegen, daß ein prinzipieller Unterſchied zwiſchen beiden Gräſern hinſichtlich der Blütenbildung nicht beſteht.