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monomorphistische Idee Triumphe gefeiert, aber gleich- zeitig auch ihren Höhepunkt überschritten.
Dem. unbefangenen Beobachter erscheint es von vorn- herein unbegreiflich, dass das zarte Protoplasma, welches durch die verschiedenen Fixierungs- und Färbemittel häufig geradezu misshandelt wurde, die Eigenschaft besitzen soll, trotz aller chemischen Eingriffe seinen wahren inneren morphologischen Bau beizubehalten. Dazu kommt noch, dass im Verlaufe der Strukturforschung gewisse Reagentien gerade wegen ihrer zerstörenden Einwirkung auf gewisse Protoplasmabestandteile angewandt worden sind. Es mag hier nur daran erinnert werden, dass z. B. Boveri die specifische Natur des Archoplasmas der Ascarideneier durch eine Reaktion auf Pikrin-Essigsäure nachwies, ein Mittel, welches alle Bestandteile der Zelle mit Ausnahme der Strukturen des Kerns und des„Archoplasmas“ zur Verquellung brachte.
Wenn auch einzelne Morphologen eindringlich davor warnten, die an fixiertem Material gewonnenen Resultate auf das le- bendige Protoplasma zu übertragen, so haben sie selbst dabei doch diejenigen— nach ihrer Überzeugung natürlich unschäd- lichen— Reagentien weiter zur Anwendung gebracht, die ihrer Theorie allein förderlich waren.
In ein ganz neues Stadium ist die Strukturfrage getreten durch die Veröffentlichungen Berthold’s, welcher ent- gegen der herrschenden Richtung, vom Standpunkte seiner Emul- sionstheorie ausdiebisher beschriebenen Strukturen fast allgemein als Kunstprodukte bezeichnete, als Aus- fällungen in der koagulierbaren Protoplasmasubstanz, hervor- gerufen durch plasmatötende Reagentien.
Die Ausführungen Berthold’s sind zum Teil bestätigt, zum Teil berichtigt worden von Fischer, dem das grosse Verdienst gebührt, die Artefaktfrage nicht nur vollständig aufgerollt, sondern auch in allen ihren Teilen auf Grund exakter, Versuche kritisch beleuchtet zu haben. Als wichtigstes Ergebnis seiner ausführlichen Untersuchungen kann der Nachweis. betrach-
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