Aufsatz 
Protoplasmastrukturen und Protoplasmatheorien
Entstehung
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die verschiedenen Namen für die im Protoplasma sich findenden Körnchen, wie Mikrosomen, Granula, Plasmosomen, von ihrer Deutung im Sinne der einzelnen Strukturtheore- tiker ganz abgesehen!

Sehr mit Recht verurteilt Fischer die gerade in neuester Zeit sich breit machendeallgemeine Organsucht einzelner Autoren, welchein der neueren Körnchenforschung mit an- scheinend blendenden Erfolgen weit über das zulässige Mass hinausgeschossen ist. Wie viele neue Benennungen sind hier- durch in die Wissenschaft eingeführt worden, dazu noch von Gebilden, deren specifischer Organcharakter durchaus noch nicht sicher festgestellt ist, ein nutz- und zweckloser Ballast für die Forschung, aber ein wohl zu beachtender Faktor bei Be- urteilung der Frage nach den Ursachen der immer mehr um sich greifenden Verwirrung.

Was die feinere Organisation des Protoplasmas an- langt, so ist auf Grund der an lebendem Material vorgenom- menen exakten Untersuchungen der Nachweis als durchaus gesichert zu betrachten, dass im lebendigen Zellleibe morpho- logische Strukturen von mikroskopischer Feinheit allge- mein verbreitet sind, und zwar in Form von Granula, Gerüsten, Fäden und Schäumen. Fast übereinstimmend wird berichtet, dass diese festeren Gebilde hinsichtlich ihrer Lagerung raschem Wechsel unterworfen sind und dass sich ihre genaue optische Differenzierung im lebendigen Protoplasma infolge ungünstiger Lichtbrechungsverhältnisse sehr schwierig gestaltet, meist sogar zur Unmöglichkeit wird.

Da die Wissenschaft bei dieser Erkenntnis nicht stehen bleiben mochte, sondern, den Anregungen Brückes folgend, in das Wesen der Organisation jener morphologischen Struk- turen um jeden Preis einzudringen suchte, gelangte sie zur An- wendung von Fixierungs- und Konservierungsmitteln, mit deren Hilfe man dem toten Protoplasma auf die einfachste Weise die Geheimnisse seines Lebens zu entlocken gedachte.

Die Erwartungen, denen sich die Forscher hingaben, sind

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