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phologischen eine rein dynamische Bezeichnungsweise für das Protoplasma einzuführen, wodurch gleichzeitig auch eine voll- kommen eindeutige Begriffsbestimmung für die Zelle erzielt werden sollte.
„Ich möchte“, so äusserst sich Hansen,„vorschlagen, dem lebendigen Zelleninhalt den Namen„„Biophor“* zu’geben:
Der Biophor wird definiert als ein selbständiger Träger aller Kraftwirkungen, die man als Lebens- erscheinungen bezeichnet. Eine bestimmte morphologische Definition des Biophors wird nicht gegeben,(schon deshalb nicht, weil wir noch gar nicht am Ende mikroskopischer Forschung stehen) sondern nur die folgende Erklärung: Der Biophor besteht aus einem Protoplasmakörper ohne Zellkern oder mit einem, mehreren oder vielen Zellkernen. Umgibt sich der Biophor mit einer Membran, so nennen wir ihn Zelle.. Die Zelle besteht: also immer aus dem Biophor und der Membran“.
So berechtigt und beachtenswert auch Hansen’s Vorschlag ist, so ist doch wohl anzunehmen, dass der Name Prot.o- plasma bereits so sehr eingebürgert ist, dass er jetzt durch keine andere Bezeichnungsweise mehr verdrängt werden kann.
Die in der Wissenschaft herrschende Unsicherheit und Unklarheit beschränkt sich aber durchaus nicht allein auf den Protoplasma- und Zellenbegriff, sondern sie tritt sogar noch schroffer zu Tage bei den Bezeichnungsweisen der verschiedenen im Proto- plasma vorkommenden morphologischen@ebilden:
Man kann v. Erlanger nur beipflichten, wenn er der Ein- führung neuer Terminologien, die sich mit schon vorhandenen decken, einen grossen Teil der Schuld in der allgemeinen Ver- _ wirrung beimisst.
Man denke z.B. nuran die zahlreichen Benennungen für die zähflüssige Grundsubstanz des Protoplasmas, wie Paraplasma, Hyaloplasma, hyalines Plasma, Parami- tom, Interfilarmasse, Intergranularsubstanz, Zwischen- substanz, Zwischenmaterie, Enchylema u. s.w. oder an
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