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abweicht, dass nur die festeren Teile des Zellenleibes, nämlich die netzartig verbundenen kontraktilen Fäden„Protoplasma“ genannt wurden, während die hyaline Grundsubstanz der Zelle, zur Charakterisierung ihrer vollständigen Nebensächlichkeit, den Namen Paraplasma erhielt.
Bedenkt man nun, dass Kupffer’s Protoplasma in rein morphologischer Hinsicht identisch ist mit Leydig’s Spongioplasma, mit Heitzmann’s kontraktiler Ma- terie, mit Velten’s Grundsubstanz, mit Flemming’s Filarsubstanz oder Mitom, so wird man den Vorschlag Flemming’s wohl begreifliich finden, zur Vermeidung von Un- klarheit den Terminus Protoplasma lieber ganz fallen zu lassen und an seiner Stelle die Bezeichnung Zellsubstanz, Zellkörper oder Zellenleib anzuwenden.
Flemming’s wohlgemeinte Anregung blieb unbeachtet, denn der Name Protoplasma hat sich in der verschiedenartigsten Be- deutung erhalten.
Hanstein behält die Bezeichnung Protoplasma bei im Sinne von Zellenleib, spricht aber gelegentlich auch von Pr oto- plast oder Lebensträger, um das Protoplasma als„morpho- logische und biologische Persönlichkeit“ zu charakterisieren.
Pfeffer versteht unter Protoplasma den gesamten lebendigen Elementarorganismus in der Zelle„mit Ein- schluss aller seiner differenzierten Organe und Bausteine“ und lässt daneben noch gelten die Termini Protoplasmakörper, Protoplasmaorganismus, Protoplast und Plasma.
Strasburger fasst das Protoplasma auf als„Summe aller differenzierten Bestandteile des Zellkörpers.
Die verschiedenartigen Definitionen des Protoplasmas als einer Substanz, unter der der eine den gesamten lebendigen Zellinhalt versteht, ein anderer das Zellinnere ohne Kern und Differenzierungsstrukturen, ein dritter aus- schlieslich.die festeren Differenzierungen, haben eine solche begriffliche Unsicherheit zur Folge gehabt, dass Hansen vor einigen Jahren den Vorschlag machte, an Stelle einer mor-
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