Aufsatz 
Protoplasmastrukturen und Protoplasmatheorien
Entstehung
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Diese Erklärung ist um so auffallender, als Bütschli an- lässlich der Kritik der Ansichten Quinckes, gestützt auf that- sächliche Beobachtungen an Charen und Ciliaten mit Cyklose des Entoplasmas, die Unmöglichkeit darzuthun suchte, dass sich:der Sitz der Bewegung an der Innenfläche eines solchen äusseren Ölschlauchs finde. Sie lässt aber so recht deut- lich das Bestreben Bütschlis erkennen, eine einmal auf- gestellte Theorie, selbst wenn sie sich mit der Wirklichkeit nicht in Einklang bringen lässt, unter allen Umständen zu halten.

Die Einwendungen, welche Bütschli vom Boden seiner Schaumtheorie aus gegen Bertholds Hypothese erhoben hat, mögen nach diesen Darlegungen hier übergangen werden; ebenso auch die Erklärung für das Zustandekommen der Rotations- bewegung in Pflanzenzellen auf Grund der Annahme einer einseitigen Entwicklung eines Ausbreitungscentrums auf. der Grenze zwischen Zellsaft und Wandplasma, zumal Bütschli, wie er selbst hervorhebt, diese Erklärung nur für ein Objekt, für Chara, versucht hat, ohne besondere Rücksicht auf. Schwierig- keiten, die ihm nebenbei in den Weg traten.

C. Die Protoplasmabewegung als pathologische und als normale Erscheinung.

Gegen den bisher als allgemein gültig anerkannten Satz, dass die Protoplasmaströmung alsnormale Erscheinung in lebens- kräftigen Zellen auftrete, hat sich Ida A. Keller(1890) mit folgender Behauptung gewandt:Die im Pflanzenreich vorkommende Protoplasmaströmung ist meist keine normale Erscheinung, sondern muss als Symptom des Absterbens aufgefasst werden. Sie tritt demnach erst infolge pathologischer Zustände auf und steht nicht im Zusammenhang mit der normalen Lebensthätigkeit. Auf Grund zahlreicher Versuche an Elodea canadensis, Vallisneriau.a. gelangt Keller zu folgendem Ergebnis:Die Bewegungserschei- nungen des in Zellen eingeschlossenen Protoplasmas sind meist nicht normalerweise vorhanden, sondern es handelt sich, wenn sie

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