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gleichwertig zu halten mit der Filarsubstanz der Tierzellen und den Zellsaft zu identifizieren mit der Interfilarsubstanz, sondern glaubt viel eher annehmen zu dürfen, dass die dünnen Proto- plasmastränge, wie sie z.B.in Tradescantia, Spirogyra u. s. w. vorkommen, ihrerseits noch aus Faden- und Zwischen- substanz bestehen, eine Ansicht, die durch folgende Erwägungen an Wahrscheinlichkeit gewinnen soll:„Wenn man sagen will, was nach Abzug der Vacuolen in der Pflanzenzelle übrig bleibt, das ist die gesamte lebendige Substanz der Zelle, als Zellsubstanz gleichwertig mit dem gesamten kontraktilen Leibe einer Amöbe oder farblosen Blutzelle, so wird sich dies bis jetzt nicht wider- legen, freilich auch nicht beweisen lassen. Die farblose Blutzelle aber hat noch in sich eine Differenzierung in Filarsubstanz und Interfilarsubstanz oder kann sie‘ haben; demnach kann dasselbe für das Protoplasma abzüglich der Vacuolen gelten.“ Die ge- samte Pflanzenzelle aber mit ihren Protoplasmasträngen und Zell- saftvacuolen als reines Schema für die Differenzierung von Tier- zellen anzusehen, hält Flemming unter allen Umständen für verfehlt.
Eine allgemeine Verbreitung fibrillärer Strukturen konstatierte Ballowitz(1889) in den Axencylindern der Spermatozoön von Säugetieren, Vögeln, Reptilien und Fischen.
Auf das Vorhandensein dieser Fibrillen glaubte Ballowitz die Kontraktilität zurückführen zu dürfen, um so mehr, als er bei sämtlichen Spermatozo@n mit Ausnahme der mit homogenem Axen- faden versehenen Spermatozoön der Urodelen schlagende Be- wegungen der ganzen Geissel beobachten konnte. Auch bei den Spermatozo@n der wirbellosen Tiere hält er die feinsten Elemen- tarfibrillen für die„letzten Komponenten, die parallel neben einander liegend, die Geissel von Anfang bis zum Ende durch- setzen.“
Der spärlichen Kittsubstanz, welche die einzelnen Fibrillen mit einander verbindet, legt Ballowitz keinerlei physiologische Bedeutung bei, sondern stellt sogar für die Axenfäden der Wirbel- tier-Spermatozoön ihren protoplasmatischen Ursprung in Abrede.
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