Aufsatz 
Protoplasmastrukturen und Protoplasmatheorien
Entstehung
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so geschieht dies nur, wie er ausdrücklich hervorhebt, im Gegensatz zum Spongioplasma. Die Möglichkeit, dass auch in demhomogenen Hyaloplasma noch feinere, sinnlich aber nicht mehr wahrnehmbare Strukturen vorhanden sind, glaubt er nicht von der Hand weisen zu dürfen in dem Bewusstsein, nur die gröberen Züge im Bau der Zellen erkannt zu haben.

Was die im Protoplasma vorkommenden Mikrosomen anlangt, so unterscheidet Leydigausser denjenigenKörnern, welche von den Knotenpunkten des Netzes vorgestellt werden, noch wirk- liche Granula, dunkler von Aussehen und von einigem Fettglanz.

Die Filartheorie des Protoplasmas ist von Flemming begründet worden.

Schon im J. 1878 hatte Flemming im Protoplasma der Knorpelzellen von Salamandra das Auftreten von Fäden neben einer blassen Zwischensubstanz beobachtet und war bereits damals auf Grund dieser Befunde zur Ansicht gelangt, dass diese Differenzierung des Protoplasmas für viele, vielleicht sogar für alle Zellenarten anzunehmen sei und dass der noch vielfach gültige Begriff des Protoplasmas als einer homogenen Substanz der Reform bedürfe.

In seinen Arbeiten aus dem J. 1882 drückt sich Flemming über diese Fragen bestimmter aus. Er unterscheidet im Proto- plasma, abgesehen vom Kern und etwaigen Körnereinschlüssen, deutlich zwei verschiedene Substanzen, von denen die eine, in Form von Fadenwerken angeordnet, durch starkes Licht- brechungsvermögen auffiel, während die andere den bleibenden Raum ausfüllte.

Die Anordnung der Fäden ohne weiteres netzförmig zu nennen, hält sich Flemming nicht für berechtigt, gibt aber die Möglichkeit einer solchen Lagerung für viele Objekte zu. Er selbst vermagmit den besten Linsen, bei dem besten Unter- suchungsmaterial keine Entscheidung darüber zu treffen, ob eine gerüstförmige Verbindung zwischen den Fäden besteht, ob sie nur aneinander vorbeilaufen oder ob das Fadenwerk unterbrochen

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