Aufsatz 
Protoplasmastrukturen und Protoplasmatheorien
Entstehung
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förmiger Anordnung der zusammensetzenden Blättchen und

Bälkchen erscheint es hier grossmaschiger, dort wieder enger

gewebt bis zum Dichtfilzigen. Das Netzwerk hat Verdickungen

oder Knotenpunkte, die vom Rundlicheckigen übergehen in

Spindelform, auch wohl sich zu Stäben und stärkeren Fasern

fortbilden können, welche alsdann den Zellkörper in bestimmter

Richtung streifig erscheinen lassen. Daneben besteht:

b) ein feineres Netzwerk, welches man meist nur stellenweise mit einiger Sicherheit zu erkennen vermag, am ehesten in seinem Abgang vom derberen Balkenwesen, dessen wenn vorhandene Randzacken die Anfänge des zarten Maschen- gewebes sind.

Die neben diesem festeren Spongioplasma im Zellkörper vorkommende Grundsubstanz, von Leydig Hyaloplasma genannt, wird folgendermassen beschrieben:Die vom Gerüstwerk umschlossenen Räume sind eingenommen von der zweiten Substanz des Zellleibes, welche nach ihren physikalischen Eigenschaften als weicher, heller, halbflüssiger Zwischenstoff erscheint und nach Massgabe unserer Hilfsmittel der Untersuchung gleichartiger Natur ist. Nur soviel lässt sich noch da und dort erkennen, dass er abermals von einem feinsten Netzwesen durchzogen wird.

Das festere Spongioplasma, in rein morphologischer Hinsicht mit Kupffers Protoplasma vergleichbar, wird von Leydig lediglich als Stütze für das Hyaloplasma betrachtet. Dieser letzteren, morphologisch mit Kupffers Paraplasma identifizier- baren Zellsubstanz dagegen werden alle diejenigen physiologischen Funktionen zugeschrieben, welche Kupffer ausschliesslich für dasProtoplasma in Anspruch nimmt. Dieses Hyaloplasma, diese homogene Zwischensubstanz ist es,welche sowohl im Protozoon, als auch in der Zelle, welche Fortsätze entwickelt, aus dem serüstwerke der Zelle gleichsam hervorkriechend, als Träger der Bewegung sich darstellt. In diese Substanz verlegt Leydig nicht nur den Sitz der Kontraktilität, sondern auch den Sitz der Sensibilität, Ernährung, Atmung und Absonderung.

Wenn Leydig das Hyaloplasma eine homogene Masse nennt,

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