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Erst in der Zusammenfassung seiner Untersuchungen vom Jahre 1884 betont Frommann das Vorkommen von sehr ver- änderlichen, in fortdauernder Bewegung begriffenen, nicht überall zusammenhängenden Netzstrukturen, deren Knotenpunkte von Körnchen gebildet würden. Von dem Netzwerk wird behauptet, dass es zuweilen in Körnchen übergehen könne, dass aber auch eine zeitweilige Verschmelzung dieser beiden substantiell gleich- wertigen Gebilde vorkomme. Die Bildung des homogenen Proto- plasmas wird, wie bei Heitzmann, durch Verschwinden sämtlicher Strukturen erklärt.
Einen Abschluss des Protoplasmakörpers nach aussen durch eine homogene Grenzlamelle, die sogenannte Hautschicht, nimmt Frommann nicht an, sondern hält die gesamte Oberfläche des Protoplasmas für porös.
Im folgenden Jahre teilte Fr.Leydig, welcher das Proto- plasma der Blutzellen von Triton und der Larve von Salamandra maculosa sowie das Protoplasma der Blutzellen vieler wirbelloser Tiere untersuchte, seine Ansichten über den Bau des Lebensträgers mit.
Leydig fand in dem Protoplasma ein deutliches„Balken- oder Schwammwerk“, zusammengesetzt aus„gröberen oder feineren Bälkchen“, die zu einem bald weit-, bald engmaschigen Netzwerke sich verbanden.
Aber nicht nur den eigentlichen„körnigen Zellleib“ vermochte Leydig in ein„zartes Schwammwerk“ optisch aufzulösen, sondern sogar die Ausläufer erwiesen sich bei genauer Beobachtung ebenso strukturiert. Über die feinere morphologische Differenzierung der netzförmig angeordneten Gerüstsubstanz, welche von Leydig den Namen Spongioplasma erhielt, hören wir folgendes:„Es hat sich herausgestellt, dass eine festere Substanz unter der Form eines Gerüstwerkes den Zellkörper durchzieht. Dasselbe lässt sich wieder zerlegen:
a) in ein derberes, welches deshalb leichter in die Augen fällt und dessen Gefüge in typischer Weise verschieden ist nach der Art der Zelle. Zunächst von schwammiger oder netz-
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