Aufsatz 
Protoplasmastrukturen und Protoplasmatheorien
Entstehung
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ander entfernten, und einige Netzfäden zusammenflossen, zieht Kupffer den Schluss, dass Bewegung und Kontraktilität einzig und allein dem Netzwerke, seinem Protoplasma zukommen.

Im J. 1880 hat Schmitz die Resultate seiner Studien an pflanzlichem Protoplasma veröffentlicht.

Schmitz macht zunächst auf einGerüst feinster Fi- brillen aufmerksam, welches er in dem Protoplasma zahlreicher Pflanzenzellen vorfand, sowie aufBänder und Fäden, die vom Wandplasma ausgehend, das Zelllumen junger Parenchym- zellen durchzogen.

Die dünnsten Fädchen, welche nur ab und zu kleine Körn- chen führten, erweckten, wie Schmitz ausdrücklich hervorhebt, den Anschein vollständiger Homogenität, während die dickeren Fäden sich bei oberflächlicher Beobachtung fein punktiert zeigten und mehr oder weniger zahlreiche Mikrosomen aufwiesen. Bei genauerer Betrachtung aber schienendie Pünktchen dieser Zeich- nung in gerade oder gekrümmte Reihen geordnet und zu gekörnten Fädchen verbunden; oder es trat ganz deutlich eine netzförmige Zeichnung mit sehr engen Maschen in jenen Bändern hervor. Ebenso will Schmitz auch im Wandplasma ‚oft ganz deutlich ein netzförmiges Gerüste feinster Fädchen oder Fibrillen wahrgenommen haben.

Von dem fein punktierten Protoplasma wird behauptet, dass es leicht in weitmaschiges übergehen könne und umgekehrt, je nachdem sich die Netzmaschen erweiterten oder verengerten. Ganz analog glaubt Schmitz die Entstehung derberer Fasern durch Zusammenziehung benachbarter feinerer Fäden und die Bildung fein punktierter Streifen und Bänder sowie engmaschiger Fibrillen- netze durch Spaltung und Auflösung gröberer Fäden erklären zu können.

Völlig strukturloses Protoplasma, wie es von einigen Forschern für die Hautschicht angenommen wird, existiert nach der Auf- fassung von Schmitz nicht. Für ihn besteht der Unterschied zwischen Haut- und Körnerplasma lediglich in einer feineren oder gröberen Punktierung.