Aufsatz 
Geschichte der Gründung und Einweihung des Gymnasiums zu Hanau. Festschrift zum 200jährigen Jubiläum : 2. Teil
Entstehung
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Daß ſie keine Fehlbitte thaten, ließ ſich bei der Geſinnung der Gräfin, die ſchon um ihres Gemahles willen that, was in ihren Kräften ſtand, mit Sicherheit erwarten und wird außer⸗ dem durch eine Stelle in der gleich zu erwähnenden Stiftungs⸗ urkunde ausdrücklich beſtätigt.

In gleicher Weiſe ließen es ſich die Scholarchen angelegen ſein, die Durchführung der Subſidien⸗Anordnung nach Kräften zu fördern; es giengen verſchiedene Erlaße von ihnen aus, die ſich auf die neue Schule bezogen. So unter anderu am 21. Juni an Stadt und Amt Windecken und auf beſonderes Verlangen wurde zugleich dem Amtmann zu Windecken, dem Dr. iur. Peter Keuchen eine Abſchrift der Subſidien⸗Anordnung und die nötigen Extracte an die einzelnen Ortſchaften des Amtes unter dem 24. Juni 1607 zugefertigt 16). Ebenſo wurden am 25. Juni 1607 die einzelnen Punkte der Subſidien⸗Anordnung in einer faßlichen Form zu Hanau publiciert**) und zur Unter⸗ ſtützung der Scholarchen nach der finanziellen Seite durch Erlaß vom 1. Juli 1607 der Rentmeiſter von Niederdorfelden Martin von Eſch zum Mitglied der Schul⸗Verwaltungs⸗ behörde als Rentmeiſter der neuen Schule beſtellt. 4

So war denn alles, was zum äußern Beſtand der Schule und zu deren zukünftiger Erhaltung erforderlich ſchien, zur Genüge beſtimmt und fehlte nur noch die förmliche Stiftungs⸗ oder Fundationsurkunde. Dieſe erſchien denn auch am 18. Juli 1607 ¹⁸). Sie enthält natürlich gar nichts über die demnächſtige innere Einrichtung der Schule, ſondern gibt zu⸗ vörderſt nur die ſchon oben berührten Motive der Grün⸗ dung an und beſtätigt die Fundation der Einkünfte, aus welchen die Koſten zur Erhaltung der Schule beſtritten werden ſollten. Gott der Allmächtige(ſo äußert ſich der Graf auch hier) und das hohe fürſtliche Amt, das ihm Gott übertragen, mache ihm vor allem eine ſorgſame Pflege der Kirche zur Pflicht; am gedeihlichſten aber werde für Förderung der Kirche ohne